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23. März 2017 | 23:08 Uhr

Gewusst? : Laut und fröhlich

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Morgen ist Silvester: Warum wir feiern – und wie

Eigentlich ist doch jeder Tag ein ganz besonderer Tag, denn er kommt nie wieder. Warum wird ausgerechnet am letzten Tag des Jahres so viel gefeiert, Feuerwerk gezündet und sich gegenseitig Glück und Gesundheit gewünscht? „Guten Rutsch“ ist am 31. Dezember ein beliebter Abschiedsgruß. Am 1. Januar begrüßt man sich meist mit „Frohes neues Jahr“. Für viele Menschen ist der 31. Dezember der Tag, an dem sie noch einmal über das gesamte vergangene Jahr nachdenken und sich Gedanken über ihre Zukunft machen.

Zu Silvester gibt es jedes Jahr viele Partys, besondere Konzerte sowie lustige Stücke in den Theatern und im Fernsehen. Den Abend verbringen die meisten mit Freunden, Bekannten oder der Familie und feiern den Jahreswechsel mit Feuerwerk, Böllern und Sekt. Die Knallerei beruht auf uralten germanischen Bräuchen, um böse Geister zu vertreiben. Sie kostet viel Geld, sodass sich manche Menschen entschließen, lieber darauf zu verzichten und das Geld für einen guten Zweck spenden.

In vielen deutschen Städten gibt es jedes Jahr einen Silvesterlauf. Oft gehen Tausende von Menschen in witzigen Kostümen an den Start und laufen für einen guten Zweck. Der größte Volkslauf dieser Art findet mit rund 20 000 Teilnehmenden in der spanischen Hauptstadt Madrid statt – übrigens schon seit mehr als 50 Jahren!

Bestimmt gibt es in eurer Familie auch einige Silvesterbräuche. Zum Beispiel die Wohnung mit Luftschlangen schmücken, Wunderkerzen anzünden, lustige Hüte aufsetzen und Spritzgebäck oder Berliner (die in Berlin übrigens Pfannkuchen heißen), essen.

Ein bekannter Silvesterbrauch, den schon die alten Römer gepflegt haben sollen, ist das Bleigießen. Über einer Kerze wird auf einem Löffel ein kleiner Bleiklumpen geschmolzen. Die flüssige Masse wird in eine Schüssel kaltes Wasser gekippt und erstarrt. Jetzt geht das große Rätselraten los. Was ist zu erkennen? Hat es etwas mit den persönlichen Wünschen zu tun? Wenn nichts zu erkennen ist, hilft der Schatten des rätselhaften Objektes. Jeder darf spekulieren, sich etwas wünschen und hoffen. Aus einem Klümpchen Blei ist ein Orakel geworden. Da Blei ziemlich giftig ist, könnt ihr stattdessen auch Kerzenwachs nehmen.

Es macht Spaß, sich kurz vor Mitternacht zu überlegen, was im kommenden Jahr anders, vielleicht besser werden soll und sich etwas vorzunehmen, etwas zu verändern. In manchen Gegenden Norddeutschlands gehen die Kinder am Silvesterabend zum „Rummelpottlaufen“. Das ist ein rund 400 Jahre alter Brauch. Ähnlich wie an Halloween ziehen sie von Tür zu Tür, singen „Rummelpottlieder“ oder sagen Reime auf und bekommen dafür Süßigkeiten oder Geld geschenkt. Der „Rummelpott“ war früher eine Art Trommel, mit der die plattdeutschen Lieder begleitet und die Wintergeister vertrieben wurden. Fragt doch mal eure Eltern und Großeltern, ob sie früher auch „Rummeln“ gegangen sind. Oder ihr probiert es einfach mit Freunden und Geschwistern selbst einmal aus.

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