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22. Januar 2017 | 11:14 Uhr

Körper : Warum Pipi machen wichtig ist

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In unserem Körper haben wir Nieren. Die beiden Organe filtern das Blut und sammeln Abfall-Stoffe ein, die wir nicht brauchen können. Diese Stoffe verlassen uns später: beim Pipi machen.

In unserem Blut, in unseren Muskeln, in unserer Haut – überall steckt Wasser. Zu fast drei Vierteln bestehen wir daraus. Man könnte sagen: Unser Körper ist ein Wasser-Sack. Über das Wasser verteilen wir Wärme und wichtige Nährstoffe. Und Stoffe, die wir nicht mehr brauchen, befördern wir unter anderem in einem Wasserstrahl wieder aus unserem Körper.

Damit wir gesund bleiben, brauchen wir täglich frisches Wasser. Was wir trinken, wandert durch den Magen und den Darm und geht dort in unser Blut über. Damit das Blut schön sauber bleibt, wird es durch etwas wie Reinigungs-Maschinen gepumpt: die Nieren.

Zwei Nieren sorgen dafür, dass der Wassergehalt im Körper immer gleich bleibt. Sie befinden sich im oberen Bereich des Bauchs. Die Nieren befreien das Blut von überflüssigem Wasser. Außerdem steuern sie den Druck, mit dem das Blut durch unsere Adern pumpt. Und sie filtern Gifte und andere Abfall-Stoffe aus dem Blut heraus.

Das geht so: In den Nieren fließt das Blut durch ein dichtes Knäuel winziger Kanäle. Diese fein verästelten Adern besitzen Löcher. Dort kann überschüssige Flüssigkeit mitsamt kleinerer Teilchen aus dem Blut austreten. Größere Bestandteile passen nicht durch die Löcher und bleiben zurück. Die gefilterte Flüssigkeit fließt durch weitere Kanäle. Und wird in den Nieren immer sorgfältiger gesäubert. Rund ein Liter Blut fließt in einer Minute durch die fleißigen Nieren. Das heißt: Unser gesamtes Blut passiert etwa dreihundert Mal täglich die Reinigungs-Organe. In ihrem Inneren, den Nierenbecken, sammelt sich dabei eine Flüssigkeit mit Stoffen, die der Körper nicht gebrauchen kann. Diese Flüssigkeit ist der Urin – und der muss raus. Sonst würden sich die Abfall-Stoffe in unserem Körper mehren.

Im Urin gelöst fließt der Abfall über die Harnleiter in die Blase. Die Blase füllt sich allmählich und dehnt sich aus. So ähnlich wie ein Wasserballon, der größer wird, je mehr Wasser hineingefüllt wird.

Dehnt sich die Blase, schickt sie ein Signal an unser Gehirn. Das Gefühl, das daraus folgt, kennt jeder: Wir müssen mal.

Würden wir sofort Pipi machen, wenn wir müssten, wäre das unangenehm. Dann müsste jeder Windeln tragen. Doch zum Glück gibt es noch einen Muskel zum Verschließen an unserer Blase. Der lässt sich bewusst steuern, damit wir das Müssen hinauszögern können. Diesen Muskel lernt unser Körper mit der Zeit immer besser zu benutzen.

Autor: Philipp Brandstädter

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