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Kultur

28. Februar 2017 | 10:55 Uhr

Eröffnung der Elbphilharmonie : Euphorie um die Elphi

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Heute wird die Elbphilharmonie in der Hamber Hafencity endlich eröffnet – ein „Weltwunder“ in vielerlei Hinsicht

Was lange währt, wird endlich gut - richtig gut sogar. Die Elbphilharmonie ist doch noch fertig geworden, und Generalintendant Christoph Lieben-Seutter verspricht der staunenden Öffentlichkeit nichts weniger als ein „Weltwunder“.

Freilich ist es ein Wunder mit einem desaströsen Rumpelstart. Bis zur Fertigstellung hat es mehr als doppelt so lange gebraucht, als es die ersten Planungen vorsahen. Und zehnmal so teuer ist es geworden, das gläserne Konzerthaus an der Westspitze der Hafencity.

866 Millionen Euro steht auf der Schlussrechnung, von denen Hamburgs Steuerzahler – nach Abzug privater Spenden – 789 Millionen zu zahlen haben.
Ein sündhaft teurer Spaß also, aber eben doch ein Spaß, wie sich in den wenigen Wochen seit Öffnung der Plaza bereits gezeigt hat. Hunderttausende Hamburger und Touristen haben die Aussichtsplattform seit Anfang November bereits in Beschlag genommen. Euphorie um die Elphi, vom Millionengrab zu Hamburgs neuer Perle. So kann’s gehen.

Infografik: Die teuersten Gebäude der Welt | Statista
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Mit einem Galakonzert wird der klingende Kristall heute nun auch ganz offiziell und musikalisch eröffnet. Es soll ein Promiauflauf werden, wie ihn Hamburg noch nicht gesehen hat, angeführt von Bundespräsident Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel. An die festliche Ouvertüre schließt sich die erste reguläre Spielzeit an, die mit klangvollen Namen der Musikszene auftrumpft. Ein Großteil der Karten ist bereits weg, auf dem Schwarzmarkt gehen die Preise für einzelne Konzerte durch die Decke.

Mit dem Startschuss gehört die Elbphilharmonie aber auch endgültig den Bürgern der Stadt. Ein „demokratisches Gebäude“ ist ihnen vom Senat versprochen, eine Art Haus der offenen Tür – ohne Hemmschwelle und zu Eintrittspreisen, die sich jeder leisten kann.

Anziehen soll dieses Stück Weltarchitektur aber auch Neugierige aus allen fünf Kontinenten. Die Tourismusmanager und Hotelbetreiber reiben sich schon jetzt die Hände. Auch so gesehen gilt: Vorhang auf für Hamburgs neues Tor zur Welt.

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erstellt am 11.Jan.2017 | 12:00 Uhr

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