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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. Februar 2017 | 15:51 Uhr

Schloss-Stadt Klütz : Auf Schatzsuche im Schloss Bothmer

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Mehr als 100 000 Besucher im barocken Bau gezählt. Monatliche Kinderführungen

Der Silberschatz von Schloss Bothmer ist vermutlich der einzige Schatz in Mecklenburg-Vorpommern, den Besucher der barocken Anlage in der Stadt Klütz jedes Mal aufs Neue finden und entdecken können – 100 000 Besucher kamen bislang in das Schloss nach Klütz.

Angebote wie die Kinderführung mit Schatzsuche, die gibt es monatlich. So wuseln die Kindergruppen meist am ersten Wochenende durch das barocke Haus, welches 2015 wiedereröffnet wurde. „Wir vermitteln spielerisch die Geschichte des Hauses“, sagt Uta Menkenhagen.

Mit der Gästeführerin kann der Nachwuchs einen besonderen Rundgang erleben. Vom Eingangsportal geht es hinauf in den Festsaal. Eine Tour mit historischen Fakten und Geschichten, von gut betuchten Menschen und der Erkenntnis, dass es Könige auf Bothmer nie gegeben hat. Dafür hat Bauherr Hans Caspar von Bothmer (1656–1732) sein Haus nie bewohnt. Erst sein Neffe Hans Caspar Gottfried von Bothmer (1694–1765) und dessen Gemahlin Christina Margarethe von Bülow (1708–1786) bezogen als erste das Anwesen.

Vom Inventar ist heute nicht viel geblieben. „Mobiliar gibt es hier nicht zu sehen“, sagt Menkenhagen. Es sei eine grundsätzliche Entscheidung, denn einiges ging in der Kriegs- und Nachkriegszeit verloren. Anderes ist dem Umstand geschuldet, dass das Inventar mit jedem neuen Erben wechselte. Somit wirken die Räume mit Stuck und ihrer Geschichte.

Von Leere keine Spur, denn es gibt ja den Silberschatz. So öffnet sich bei der Kinderführung Tür um Tür, wird der Blick auf die Treppenaufgänge für die Bediensteten und ihre Arbeitsräume frei. Ab und an klimpert es, wenn die kleinen Besucher bei der Erkundungstour Silberbesteck im Haus entdecken. „Das ist unser Silberschatz – eine Geschichte, die sich auf die Restaurierung der Parkanlage bezieht“, sagt Hausleiterin Nadine Schmidt. So habe man bei der Sanierung der Teichanlage zwei Munitionskisten mit Geschirr und Silberbesteck entdeckt, aber nicht behalten können. „Alles fest Verbaute bleibt beim Land. Fundstücke wie diese gehen an die Familie“, so Schmidt. Denn die vergrub vor der Flucht Teile ihres Besitzes auf dem Gelände.

Geblieben sind die detailreichen Stuckdecken und Holzverzierungen an den Wänden. Nadine Schmidt ist von der Anziehungskraft des Hauses überzeugt: „Vor kurzem konnten wir den 100 000. Besucher begrüßen. Anfangs haben wir nicht damit gerechnet, dass in 2015 und 2016 jeweils an die 50 000 Gäste den Weg ins Haus finden.“ Die Wunschmarke von 30 000 sei schnell erreicht gewesen. Der Erfolg basiere auf einem vielschichtiges Programm mit Kultur und Erlebnis. „Allein in 2016 gab es mit den Festspielen MV zehn Veranstaltungen“, sagt Schmidt. Darunter Angebote wie mongolische Abende, der neue Impulse brachte.  

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erstellt am 11.Jan.2017 | 08:00 Uhr

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