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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. Februar 2017 | 02:36 Uhr

Roggendorf : Bürger ärgern sich über Hundekot

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Hinterlassenschaften der Vierbeiner werden von Haltern oft nicht beseitigt - Einwohner fordern deutlich höhere Hundesteuer

Der Hundekot auf Gehwegen und Grünflächen sorgt in der Gemeinde für Ärger. „Beinahe wöchentlich gehen mittlerweile die Beschwerden ein, dass Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht beseitigen“, berichtet Bürgermeister Rico Greger. Dabei gehe es zwar hauptsächlich um den Kot der Vierbeiner. Aber auch das Liegenlassen ihrer ausgekämmten Haare stelle eine Ordnungswidrigkeit dar. „Wer einen Hund hat, muss auch für die Beseitigung seiner Hinterlassenschaften sorgen“, bekräftigt Greger. Anders als in den Ortsteilen sei die Situation in Roggendorf selbst besonders schlimm. Und da hauptsächlich im Bereich der Kirche und dem Dorfplatz, so der Bürgermeister. Auch auf die Anleinpflicht außerhalb der Privatgrundstücke weist er noch einmal ausdrücklich hin. „Zur Lösung des Problems werden wir uns in der Gemeindevertretung nochmals Gedanken machen müssen“, sagt der Kommunalpolitiker und fügt hinzu, dass einige Einwohner eine Verzehnfachung der Hundesteuer wollen. Die diene allerdings nicht dazu, damit die Beseitigung der Hinterlassenschaften der Vierbeiner zu finanzieren, sondern ihre Zahl in der Ortschaft zu regulieren, respektive zu minimieren.

Meike Jaworski versteht den Ärger in der Bevölkerung. „Wir geben unseren Gassi-Gängern immer Tüten mit, wenn sie ins Dorf gehen, damit sie den Hundekot mitnehmen können“, sagt die Leiterin des ortsansässigen Tierheims. Sie hält es darüber hinaus aber für sinnvoll, wenn im Ort einige Tütenspender aufgestellt würden. „Es läuft keiner zurück nach Hause, wenn er kein Tütchen dabei hat und der Hund hingemacht hat“, weiß die Tierpflegerin.

Derweil sind die Bußgelder für diese Ordnungswidrigkeit hierzulande relativ gering: In Mecklenburg-Vorpommern muss man dafür zwischen zehn und 20 Euro zahlen. In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hamburg sind bis zu 100 Euro fällig. Und in Bayern und Baden-Württemberg können gar 150 Euro fällig werden. Allerdings können in den Gemeinden auch hiervon abweichende Bußgelder verhängt werden.

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erstellt am 11.Jan.2017 | 21:00 Uhr

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