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Güstrower Anzeiger

25. Februar 2017 | 16:47 Uhr

Illegale Müllentsorgung in Lüssow : Lüssow hat ein Müllproblem

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Illegale Müllentsorgung und Messietum in gemeindeeigenen Wohnungen machen der 900-Seelen-Gemeinde zu schaffen.

Bürgermeister Wilfried Zander ist sauer. Zunehmend beobachtet das Lüssower Gemeindeoberhaupt illegale Müllentsorgung in den Waldgebieten und auf den gemeindlichen Flächen. „Jede Woche bekomme ich zwei Mails von Anwohnern, die mich auf neue Vermüllungen hinweisen – das Ausmaß macht mir Sorgen“, erklärt er auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung.

In den Straßengräben Richtung Güstrow sähe es besonders verheerend aus. Diese seien voller Müll. „Das macht mich unzufrieden und lässt mich nicht in Ruhe“, ergänzt Wilfried Zander. Die Frevler würden auch immer dreister werden – kämen nicht nur bei Nacht, sondern auch am helllichten Tag. Das bestätigen auch die anwesenden Gemeindevertreter. In der lokalen Kieskuhle sei unlängst sogar im großen Stil Bauschutt abgeladen worden. „Wir wühlen jetzt sogar im Müll, um Hinweise auf die Täter zu finden. In diesem Fall war ein Karton mit der Anschrift der Firma dabei. Wir haben sie angemahnt und sie haben den Schutt wieder abgeholt“, informiert Wilfried Zander weiter.

Man wisse sich inzwischen nicht mehr anders zu helfen, denn die Entsorgung des illegal abgelegten Mülls ist teuer. Unlängst starteten die Lüssower eine Sammelaktion. Dafür musste ein Transporter gemietet und die Entsorgung bezahlt werden. „Das geht so nicht weiter“, sagt Zander.

Den Vorschlag aus den Reihen der Gemeindevertreter, einen Container aufzustellen und die Müllentsorgung auf die Anwohner der Gemeinde umzulegen konnten nicht alle teilen. „Wie wollen sie das umlegen? Wie wollen sie das vermitteln?“, fragte sogleich Sabine Schwarz, Leitende Verwaltungsbeamtin im Amt Güstrow Land. Die Lösungsfindung wurde in die Ausschüsse der Gemeinde vertagt.

Noch ein weiteres Problem wiegt in diesem Kontext schwer. „Das Messietum in unseren gemeindeeigenen Wohnungen. Was uns hier begegnet, ist das totale Chaos“, zeigt sich Wilfried Zander schockiert. Obwohl bereits die Kaution nach dem Auszug einbehalten werden, reiche sie nicht, um den angerichteten Schaden zu beheben. „Und das sind keine Einzelfälle“, bekräftigt der Bürgermeister. Schon in diesem Jahr habe es derartige Fälle gegeben. Ein einfaches Streichen reiche da nicht, die gesamten Tapeten müssten erneuert werden. „Ein Fall kostet uns um die 3000 bis 4000 Euro. Da müssen wir irgendwie ran“, macht Wilfried Zander seine Ratlosigkeit deutlich.

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erstellt am 16.Feb.2017 | 20:45 Uhr

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