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Güstrower Anzeiger

17. Januar 2017 | 07:47 Uhr

Neugründung : Start zuerst als Einzelkämpferin

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Katrin Räthel führt eigenes Bestattungsunternehmen in Klueß.

Als Katrin Räthel nach Güstrow kam, brauchte sie einige Monate, um in die Arbeit einer Bestatterin hinein zu wachsen. Jetzt wagte die 43-Jährige den Schritt in die Selbstständigkeit. Mit ihrem Bestattungsunternehmen Katrin Räthel startet sie zunächst in Klueß. „Ich möchte aber in einigen Wochen ein Büro in Güstrow eröffnen, um vor Ort ansprechbar zu sein“, sagt sie.

Derzeit hat sie ihr Büro in Klueß und kann dort bereits aufgesucht werden. „Allerdings mache ich auch Hausbesuche“, sagt Katrin Räthel. Sie kümmert sich um alle Arbeiten, die rund um eine Bestattung notwendig sind: ob es Zeitungsabonnements des Verstorbenen sind, die gekündigt werden müssen, der Sterbefall beim Amt angezeigt oder ein Sarg ausgewählt werden soll. In der Zeit neuer Medien müsse zudem der digitale Nachlass geklärt werden, erklärt sie.

Seit Jahren hat Katrin Räthel genau diese Arbeiten in einem Güstrower Bestattungshaus getan und weiß, worauf es ankommt. „Mir ist vor allem wichtig, dass ich heraus höre, worauf es den Angehörigen ankommt oder was der Verstorbene gemocht hat“, betont sie. So soll alles nach den Wünschen der Hinterbliebenen geregelt werden, was die Bestattung anbelangt.

Schritt für Schritt möchte die Jungunternehmerin nun weiter gehen. Sie startet das Unternehmen allein. Einige Dienstleistungen werden an ihren Kooperationspartner, ein bestehendes Güstrower Bestattungshaus übertragen. „Später möchte ich mich natürlich auch weiterentwickeln. Zunächst ist eine Bürokraft zur Unterstützung geplant“, sagt sie. Doch wollte sich die 43-Jährige nicht selbst mit der Aufnahme eines Kredites unter Druck setzen. In Katalogen können die entsprechenden Särge, Urnen, Deckengarnituren und auch Blumen ausgewählt werden und sämtliche Organisation wird von der Bestatterin übernommen.

Geboren und aufgewachsen in Rostock, lernte Katrin Räthel zunächst Technische Zeichnerin. Als sie aber durch ihren damaligen Mann in Güstrow in einem Bestattungsunternehmen arbeitete, lernte sie diesen Beruf zu lieben. „Ich kann die tiefe Dankbarkeit der Menschen spüren, denen ich in schweren Stunden zur Seite stehen kann“, sagt sie. Damit sie ihre Arbeit gut tun kann, hat Katrin Räthel eine Hospizausbildung absolviert. Und so hat sie auch den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt, obwohl er ihr nicht leicht fiel. Doch jetzt möchte sie sich ganz auf diese Arbeit konzentrieren und anderen Menschen in einer der schwersten Zeit zur Seite stehen.

 


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