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Hagenower Kreisblatt

19. Januar 2017 | 17:54 Uhr

B5 bei Boizenburg : Kleintransporter prallt gegen Baum, Fahrer stirbt

vom

Der eingeklemmte Fahrer konnte zwar nach zwei Stunden aus seinem Kleintransporter befreit werden, erlag dann aber seinen Verletzungen

Heute morgen kam es zu einem schweren Unfall auf der B5 zwischen Boizenburg und Horst, bei dem der Fahrer des Unfallwagens getötet wurde. Gegen 6.40 Uhr war der Kleintransporter in Höhe des Kieswerks aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen. „Der Mann war in Richtung Boizenburg unterwegs. Er prallte mit der Fahrerseite gegen einen Baum auf der anderen Fahrbahnseite“, erklärte Dienstgruppenleiter Tommi Unrauh von der Polizei Boizenburg vor Ort. 

Der 54-jährige Fahrer aus Neutrebbin  wurde bei dem Aufprall durch den Motorraum so stark eingeklemmt, dass die Helfer der Feuerwehr Boizenburg und des Katastrophenschutzes bis 8.30 Uhr intensiv daran arbeiten mussten, um ihn zu befreien. Die B 5 war von 6.40 bis 10.30 Uhr voll gesperrt.

Während die Feuerwehrleute daran arbeiteten, den  ansprechbaren Fahrer zu befreien, stabilisierte der Rettungsdienst Lauenburg von außen seinen kritischen Zustand. Gleichzeitig leuchteten weitere Kameraden der Boizenburger Feuerwehr in Horst einen Landeplatz für den Rettungshubschrauber aus Rostock aus, der direkt am Unfallort mitten im  Vierwald nicht landen konnte.

Die Befreiung des Unfallfahrers gelang letzten Endes nur mit Hilfe eines Spezialfahrzeuges des Katastrophenschutzes, durch das mit Hilfe von Seilen vorn und hinten am aufgeschnittenen Fahrzeug der Fahrerraum  wenige  Zentimeter so weit auseinander gezogen werden konnte, dass es möglich war, den Mann zu bergen.

Der Fahrer hatte vor allem schwere Verletzungen an den Beinen. Kurz nach der Bergung  verschlechterte sich seine  gesundheitlichen Situation, weil das stundenlang gestaute Blut plötzlich wieder zirkulierte. Er wurde vom Rettungsdienst Lauenburg vor Ort soweit versorgt, dass er transportfähig war. Anschließend wurde er zum Hubschrauber nach Horst gefahren. Noch im Hubschrauber erlag der Mann jedoch seinen Verletzungen.

Glätte oder zu hohe Geschwindigkeit sollen nach Aussage der Polizei bei dem Unfall keine Rolle gespielt haben. „Der Fahrer im Auto hinter dem Kleintransporter  hat ausgesagt, der Wagen war mit nicht mehr als 80 kmh unterwegs“, so Tommi Unrauh vom Polizeirevier Boizenburg.

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erstellt am 10.Jan.2017 | 09:33 Uhr

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