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Hagenower Kreisblatt

28. Februar 2017 | 10:54 Uhr

Kühne in Hagenow : Noch mehr Soßen vom Fließband

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Millionen-Investition: Kühne wächst mit Großkunden wie Subway und Burger King und erweitert in Hagenow die Feinkostproduktion.

Großer Umbau für neue Feinkost-Linien: Während Mitarbeiterin Anna Benroth die  Schlauchbeutel mit den Sandwich-Soßen auf dem Fließband sortiert, montieren die Handwerker im Raum nebenan schon die erste neue Anlage. Denn „dieses Segment wächst“, sagt  Michael Lampe, Kühne-Werksleiter in Hagenow.

Bereits 2011 investierte die Firma in eine erste Linie. Mit Erfolg. Sie ist mittlerweile dreischichtig ausgelastet und produziert Soßen für große Ketten wie Burger King und Subway. Um die Kunden weiter bedienen zu können, international zu wachsen und flexibler am Markt zu sein, investiert Kühne nun in eine zweite große  und eine dritte kleine Linie, sowie in eine weitere Anlage für die Essigherstellung. 5,5 Millionen Euro kostet dieser Umbau.

Und ein Ende ist nicht in Sicht. „Wir haben noch reichlich Platz zum Wachsen“, sagt Michael Lampe. Das sei für so einen Standort auch wichtig. 285000 Quadratmeter kaufte die Firma einst am Sudenhof in Hagenow, 50000 sind erst bebaut.

Der Wachstumskurs zeichnet sich auch im Personal ab. 20 der 103 Mitarbeiter arbeiten im Feinkost-Bereich. 2016 und Anfang 2017  stellte Kühne bereits Kräfte für die dritte Schicht und die neue Technik ein. Es seien aber zunächst keine weiteren großen Einstellungen  geplant, so der Werksleiter. Bei den neuen Linien arbeitet vieles automatisch über Roboter. Aber die aktuelle Investition „sichert die bestehenden Arbeitsplätze. Es ist immer erstmal wichtig, die Mannschaft zu halten“, betont Michael Lampe. Schließlich gab es bereits andere Zeiten mit einer deutlich kleineren Truppe am Hagenower Standort.

Doch derzeit steht alles auf Wachstum. Ab Juli sollen die neuen Linien mehrere Tonnen Soßen produzieren, zusätzlich zu den Mengen aus der ersten Linie. Die neuen sollen dann stetig hochgefahren werden.

Potenzial liegt für Kühne auch in den kleinen Kunden. „Es gibt viele kleine Burgerketten“, erklärt Michael Lampe. „Und diese wollen wir von Anfang an begleiten.“ Wenn ein Kunde wächst, will das Unternehmen ihn möglichst halten und als späteren Großkunden beliefern.

Mitarbeiterin Anna Benroth arbeitet seit Oktober 2016 neu im Feinkost-Bereich. Die erste Linie ist voll ausgelastet.
Mitarbeiterin Anna Benroth arbeitet seit Oktober 2016 im Feinkostbereich. Die erste Produktionslinie ist voll ausgelastet. Foto: Nien
 

Und mit diesen Bereichen „steigern wir auf lange Sicht gleichzeitig das Lager- und Logistikzentrum“, erklärt der Werksleiter. Bisher lagert Kühne in Hagenow 36000 Paletten auf 19000 Quadratmetern.  Von Hagenow aus liefert das Unternehmen sämtliche Produkte bis in den nord- und ostdeutschen sowie europäischen Raum, nach Skandinavien und bis nach Russland, Essig sogar bis nach China.

Auch wenn Kühne in Hagenow jetzt vorrangig im Feinkost-Segment wachsen möchte, konzentriert sich die Firma  weiterhin auf Klassiker wie die Essigproduktion. Weil sie höherprozentig produzieren will, war jetzt eine Anlage der neuen Generation nötig. Platz hatte Kühne dafür schon eingeplant.

Ein Anbau ist für alle bisherigen Pläne nicht nötig. Die neuen Feinkost-Linien laufen in einer Halle, in der einmal Flaschenessig hergestellt wurde und die bisher als Lager diente.

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erstellt am 11.Jan.2017 | 21:00 Uhr

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