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Ludwigsluster Tageblatt

27. März 2017 | 16:32 Uhr

Ludwigslust : Bierbrauer und andere „Leader“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Austausch über Kooperationsmöglichkeiten mit schwedischer Aktionsgruppe innerhalb europäischen Förderprogramms

Bier in Ludwigslust gebraut – ein Projekt, das sich Raimo Reincke aus Groß Laasch gemeinsam mit Gleichgesinnten vorgenommen hat. Er, der eigentlich aus der Papierbranche stammt, hat vor seinem geistigen Auge auch schon genau, wie das funktionieren soll. Eine komplette kleine Privatbrauerei namens Eick Bräu soll dazu aus Groß Gievitz nordöstlich von Waren (Müritz) in die Lindenstadt umziehen, einschließlich Braumeister und –rezepten. Der Neuanfang soll mit sechs Standard- und vier saisonalen Biersorten gelingen. Die Protagonisten wissen genau, was sie wollen, auch dass es an der Orangerie des Ludwigsluster Schlosses einen Biergarten geben wird. Im Moment müssen jedoch erst einmal die bürokratischen Hürden genommen werden – Anträge sind zu stellen, Verhandlungen zu führen. „Wir wollen Ludwigslust als Marke eine weitere Facette hinzufügen. Das habe ich mir mit ein paar Freunden schon 2015 überlegt. 2016 haben wir dann die Ludwigsluster Braumanufaktur gegründet.“ Raimo Reincke erzählt dies bei einem Treffen mit Jacqueline Hellsten, die gemeinsam mit ihrem Mann Daniel und Sohn William nach Ludwigslust gekommen ist.

Die Schwedin, die gemeinsam mit ihrer Familie einen Hochzeitshof in dem kleinen Ort Stavsjö betreibt, ist Leiterin der Leader-Aktionsgruppe ihrer Region Sörmlandskusten südwestlich von Stockholm (siehe Stichwort-Kasten). „Unsere Familie hat sehr gute Kontakte zu André Schuldt. Wir besuchen uns oft gegenseitig, und ich wollte nicht wieder wegfahren, ohne mich über ,Leader‘ in dieser Region zu informieren“, so Jacqueline Hellsten. André Schuldt betreibt gemeinsam mit seiner Frau den Ferienhof Middenmank in Glaisin.

Aus dem ersten Gespräch könnte eine gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Leader-Regionen entstehen. Nicht nur erfuhren die Ludwigsluster Gesprächsteilnehmer etwas über die Projekte der Schweden, die Gäste aus Skandinavien konnten sich auch einen Überblick über die Leader-Aktivitäten in der hiesigen Region verschaffen. Beispielsweise der Ort, in dem sich die Gesprächspartner beim Kaffee trafen. Die ehemalige Orangerie des Schlosses ist durch die Sanddorn-Storchennest GmbH zur Sanddorn-Manufaktur umgestaltet worden – mit Leader-Unterstützung. Über dies und anderes zur „Zitrone des Nordens“ berichtete Storchennest-Geschäftsführerin Sylvia Hinrichs.

„17 Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund 2,3 Millionen Euro hat die Leader-Aktionsgruppe SüdWestMecklenburg im Auswahlverfahren 2016 bestätigt. Für deren Realisierung stehen rund 1,7 Millionen Euro Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum MV 2014-2020 zur Verfügung.“ Das sagt Ingrid Herrmann, Regionalmanagerin der Lokalen Aktionsgruppe. Eines der kleineren Projekte mit großer Wirkung seien zum Beispiel die Ludwigsluster Bücherboxen.

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erstellt am 07.Jan.2017 | 16:00 Uhr

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