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Norddeutsche Neueste Nachrichten

30. März 2017 | 18:34 Uhr

Rostock : Eine Pastorin kehrt zurück zur Basis

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Elisabeth Lange tritt zum 1. März die Nachfolge von Tilman Jeremias für die Innenstadtgemeinde an. Einführungsgottesdienst am Sonntag #wirkoennenrichtig

„Im Pfarramt hat man es mit allen Generationen zu tun – das finde ich ziemlich großartig“, sagt Elisabeth Lange. Die 48-Jährige wird zum 1. März die neue Pastorin der Innenstadtgemeinde – die neue Kollegin von Reinhard Scholl und Nachfolgerin von Tilman Jeremias, der seit September Pastor für Mission und Ökumene beim Kirchenkreis Mecklenburg ist. „Dass er jetzt da ist, ist ein Geschenk für diesen Kirchenkreis.“

Als seine Nachfolgerin will sie liebgewonnene Traditionen in der 4000 Personen starken Gemeinde pflegen. Sie möchte zum Beispiel den guten Kontakt zu den verschiedensten Einrichtungen in der Stadt halten – zur Universität, Vereinen, der Stadtverwaltung, zur Gestaltung des Reformationsjubiläums. „Ich finde an der Innenstadtgemeinde das Tolle, dass sie selbstverständlich zum Gemeinwesen gehört.“ Als neue Pastorin werde sie aber auch neue Akzente setzen, „gucken, wo wir Veränderung aushalten“. Wichtig ist ihr, dass die Kirche, die Gemeinde ein Ort ist, zu dem die Menschen gern gehen.

Seit drei Jahren und noch bis Ende des Monats arbeitet die zweifache Mutter als Kinder- und Jugendpastorin im Kirchenkreis Mecklenburg. „Wir sind dafür zuständig, dass Kinder- und Jugendmitarbeiter im Land fachlich begleitet werden“ Eine Aufgabe, die ihr Freude machte. „Aber mir fehlt das operative Geschäft.“ Sie hatte das Gefühl, dass ihr Platz woanders ist, Sehnsucht „nach der Basis“ – der klassischen Arbeit einer Pastorin.

Lange kommt selbst aus einer Pastorenfamilie, ihr Vater war Pfarrer, sie lebten in Leipzig. „Ich habe Kirche in der DDR erlebt, ich fand die Kirche immer integer – gerade auch unsere Nordkirche. Das ist eine Institution, zu der ich gerne gehöre.“ Für ihre neue Arbeit innerhalb dieser gibt sie das strukturierte Leben, die freien Wochenenden und auch ihren Wohnort in Hohen Sprenz, wo sie mit ihrem Lebenspartner lebte, auf. Er behält dort seine Tischlerwerkstatt, zieht aber mit ihr – wie es üblich ist – in die Pfarrwohnung vor St. Marien. Rostock ist Lange nicht fremd, sie hat ihr Noch-Büro am Alten Markt. Und auch ihr Studium hatte sie in Rostock absolviert.

Sonntag führt Propst Wulf Schünemann sie in ihr neues Amt ein – zusammen mit Scholl und Jeremias. Dann hält sie den Gottesdienst ab – „mit tollen Kirchenmusikern: Benjamin Jäger und Karl-Bernhardin Kropf“, sagt Lange. Sowieso erwarte sie ein sehr gutes Team. Künftig wird sie mit Scholl, den sie schon aus der Jugendarbeit kennt und schätzt, die Gottesdienste in St. Marien, Petri, der Nikolai- und Unikirche übernehmen. Drei Trauungen sind schon fest und einige Taufen und auch eine Segnung ist schon geplant – des neuen Zirkuszeltes von Fantasia.

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erstellt am 16.Feb.2017 | 08:00 Uhr

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