zur Navigation springen

Video aus Rostock : Fall Maria: Spur führt zu 31-Jährigem

vom

Polizei hat heiße Spur: Rostocker in Verdacht - zahlreiche Beweise bei Wohnungsdurchsuchung gefunden. Mann schweigt zum Vorwurf der Entführung.

Im mutmaßlichen Entführungsfall von Maria I. haben die Ermittler einen ersten Verdächtigen in der Hansestadt aufgespürt. Bei ihm handelt es sich um einen 31 Jahre alten Rostocker, dessen Wohnung sich in unmittelbarer Nähe der Langen Straße befindet. Dort war die 21-Jährige am vergangenen Sonnabend fünf Tage nach ihrem Verschwinden wieder aufgetaucht.

„Es gibt einen Anfangsverdacht“, bestätigt Harald Nowack, Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft. Der Mann selbst schweigt bislang zu den Vorwürfen. „Er äußert sich nicht und wird anwaltlich vertreten“, sagt Nowack. Seine Wohnung wurde am späten Dienstagabend durchsucht. Dafür hatte das Amtsgericht Rostock grünes Licht gegeben. „Dabei wurden Spuren gesichert, die jetzt ausgewertet werden“, erklärt der Staatsanwalt. Er stellt aber auch klar: „Ob es wirklich die Wohnung ist, in der sich die Geschädigte aufgehalten hat, kann man noch nicht sagen.“ Der Verdächtige selbst war zunächst nicht anwesend, eilte aber nach einem Telefonanruf zu seiner Wohnung.

 

Wie genau er ins Visier der Ermittler geraten ist, will Nowack aus taktischen Gründen nicht verraten. Dabei sollen aber unter anderem die ausgewerteten Daten des Opfer-Handys eine Rolle gespielt haben. Außerdem hatte die junge Frau den Ermittlern direkt nach ihrer Rückkehr einen Vornamen genannt, an den sie sich noch erinnern konnte. Bis gestern konnte sie weiterhin nicht ausführlich vernommen werden. Sie musste am Dienstag operiert werden, nachdem sie während ihrer Vermisstenzeit eine schwere Fraktur des Augenhöhlenbodens erlitten hatte. Ihrer ersten eigenen Aussage zufolge war sie am Montagabend im Bereich des Rostocker Zentrums plötzlich und unerwartet durch eine unbekannte Person attackiert worden. Was danach passiert ist, dazu gibt es kaum offizielle Angaben. Freundinnen von ihr erklärten, am Dienstag mit ihr telefoniert zu haben. Dabei habe sie eingeschüchtert gewirkt und erklärt, es gehe ihr nicht gut. Am Ende des Gesprächs habe ein Mann sie aufgefordert, ihm das Handy zu überreichen.

Den ersten Kontakt nach der mutmaßlichen Entführung hatte Maria I. offenbar mit einem Taxifahrer, der sie zur Wohnung einer Freundin in Toitenwinkel gebracht haben soll. Diese soll dann die Rettungskräfte verständigt haben. Die anschließenden Untersuchungen hatten keine Hinweise auf ein Sexualverbrechen ergeben.

 

 

zur Startseite

von
erstellt am 11.Jan.2017 | 13:22 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen