zur Navigation springen

Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. Februar 2017 | 16:51 Uhr

Geschichte und Zukunft des Flugverkehrs

vom

Schmarl | Davon dass Rostock einst eine Hochburg für Flugzeugbau war, ist heute nicht mehr viel übrig. Doch das könnte sich bald ändern. Der Förderkreis Luft- und Raumfahrt Mecklenburg-Vorpommern (MV) will den Wasserflugverkehr an der Ostseeküste wiederbeleben. 2014 beginnt die neue EU-Förderperiode für den südlichen Teil der Ostseeregion. "Gefördert werden grenzübergreifende Projekte", sagt Michael Techritz, Vorsitzender des Fördervereines. "Wir versuchen Polen und Schweden als Partner zu gewinnen", ergänzt er. Sollte das gelingen, könnten in Zukunft wieder Segelflüge angeboten werden. Der Flugverkehr würde sich zwischen Deutschland, Polen und Schweden bewegen. "Das ist unsere Vision", bestätigt Michael Techritz. "Bis dahin ist es noch ein langer Weg."

Seit 20 Jahren setzt sich der Förderkreis Luft- und Raumfahrt dafür ein, dass die Geschichte der Luftfahrt in MV nicht in Vergessenheit gerät. Vor diesem Hintergrund hat der Verein 2004 eine Wanderausstellung konzipiert, die bisher bereits in insgesamt 22 deutschen und polnischen Städten zu sehen war. Seit dieser Woche befindet sich die Ausstellung "Geschichte und Zukunft der Wasserfliegerei an der Ostseeküste" im Bauch des Traditionsschiffes im Iga-Park. 43 Tafeln erzählen von den goldenen Jahren der Luftfahrtbranche in MV.

"Vor genau 100 Jahren wurde in Warnemünde ein Wasser- und Land-Flugplatz gebaut", erzählt Technikhistoriker Dr. Reiner Weiß. "Er befand sich auf dem heutigen Marine-Gelände und war bis 1945 das Zentrum des Flugwesens", fügt er hinzu.

Das Aufkommen des Flugverkehrs in Warnemünde war auch für die Rostocker Wirtschaftsbranche ein Segen. Flugzeugbaufirmen entwickelten sich und richteten große Werkhallen ein. "Rostock wurde zu einem der wichtigsten Standorte für diesen neuen Industriezweig", erinnert sich Reiner Weiß. "Es gab drei Werke in der Hansestadt: Heinkel, Arado und Erosport."

Seit Mitte der 30er Jahre wurden diese zunehmend in die Kriegsvorbereitungen mit einbezogen. "Bis 1945 arbeiteten die Ingenieure und Techniker in den Werken für die deutsche Rüstungsindustrie. Dann hat die Rote Armee die Produktionshallen besetzt", so Dr. Reiner Weiß. Die Ära des Flugzeugbaus war dem Untergang geweiht.

Die Ausstellung "Geschichte und Zukunft der Wasserfliegerei an der Ostseeküste" ist bis Ende März auf dem Traditionsschiff zu sehen. Dann begibt sie sich auf ihre nächste Wanderreise.

zur Startseite

von
erstellt am 15.Okt.2013 | 07:57 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen