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Norddeutsche Neueste Nachrichten

30. März 2017 | 12:40 Uhr

Rostock : Im Einsatz für krebskranke Kinder

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Aufräumen für den Neubau: Verein zur Förderung krebskranker Kinder setzt im April Spatenstich #wirkoennenrichtig

Juliane Stein wollte am Sonnabend unbedingt auf dem zugewucherten Grundstück im Dr.-Lorenz-Weg mithelfen. Dort plant der Verein zur Förderung krebskranker Kinder ein neues Haus als Betreuungsanlaufpunkt für betroffene Kinder und ihre Familienangehörigen. „Dieses Haus wird eine enorme Erleichterung für betroffene Familien“, sagt Stein. Die 26-Jährige weiß, wovon sie redet – sie musste bereits selbst um das Leben ihrer zweijährigen Tochter bangen, bei der die Ärzte im ersten Lebensjahr einen Nierentumor diagnostiziert hatten. Dieser konnte im weiteren Verlauf erfolgreich behandelt werden.

Vorerst gibt es auf dem Grundstück aber noch einiges zu tun. Um dem Verein und den Familien zu helfen, hatten sich bereits im vergangenen Jahr die Mitglieder des Tauchsportclubs Warnemünde (TSCW) für das Projekt stark gemacht und ehrenamtlich bei einer Aufräumaktion des Grundstücks mit angepackt. Am Sonnabend folgte der nächste Teil. 30 Taucher, betroffene Eltern sowie Mitglieder des Fördervereins und des Bauernverbands Güstrow krempelten die Ärmel hoch. Mehrere gefällte Bäume und jede Menge Gestrüpp wurden gemeinschaftlich zersägt, geschreddert und weggefahren. Wer nicht mit anpacken konnte, kümmerte sich um die Verpflegung mit Heißgetränken, denn die waren bei erschwerten Arbeitsbedingungen dringend erforderlich.

„Es ist uns ein Anliegen, zu helfen“, sagt Joachim Bonin vom TSCW. Der Vorsitzende ist auch gleichzeitig Mitglied im Verein zur Förderung krebskranker Kinder. So hatte sich die Hälfte der Taucher für die Holzfällerarbeiten gemeldet, die anderen nahmen Präsentationsmöglichkeiten auf der Bootsmesse in Schmarl wahr. Einige Firmen sponserten einen Teil der Kosten für die Arbeitsgeräte, das Catering und die Hilfsmittel. Es wurde ein langer Tag bei Sturm, Kälte und Regen für das Räumungskommando. „Leider sind wir nicht ganz fertig geworden und wollen am zweiten Wochenende im April den Rest erledigen“, sagt Vereins-Sozialarbeiterin Silke Strümper.

Dann soll alles für den Neubau erledigt sein und gute Voraussetzungen geschaffen werden, um Familien ausreichend Gelegenheit zu geben, sich zu regenerieren und Kraft für kommende Krankenhausaufenthalte zu schöpfen. „Wir hatten Gesprächspartner aus anderen betroffenen Familien und waren direkt in Kliniknähe“, beschreibt Juliane Stein die damalige Situation. Insbesondere Familien, die eine weite Anreise bei wöchentlichen Therapien erwartet, hätten durch die Unterbringung wesentlich weniger Stress und die hohen Hotelkosten gespart. Im April ist der erste Spatenstich und am 1. Mai die Grundsteinlegung für das neue Gebäude geplant.


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