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Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. Mai 2016 | 20:40 Uhr

Hip-Hop in Rostock : Rostocker Tänzer haben Las Vegas fest im Blick

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Formation „Sklaven des Beat“ tritt Montag bei der Deutschen Meisterschaft an

Es sind nur vier Minuten, die darüber entscheiden, ob eine Gruppe junger Rostocker Tänzer demnächst im Flieger nach Las Vegas sitzt. Denn so lange dauert die Show, mit der die „Sklaven des Beat“ von der Tanzschule Schimmelpfennig am Montag bei der Deutschen Hip-Hop-Meisterschaft in Hannover antreten. Für die drei Erstplatzierten winkt am Ende der Trip zur Weltmeisterschaft über den großen Teich.

„Für uns ist aber schon die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft ein riesiger Erfolg, mit dem wir nicht gerechnet haben“, sagt Anika Preuss. Sie ist als Choreografin und Trainerin die Konstante der Gruppe, die seit 2011 besteht und vor anderthalb Jahren eine große Wandlung vollzogen hat. Dann wurde aus alten Hasen und Nachwuchstänzern eine gemischte, neue Formation. „Das war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten“, sagt die Rostockerin.

Die 20 Tänzerinnen und ein Tänzer – alle im Alter von 14 bis 25 – trainieren auch ohne Wettbewerbsvorbereitung zwei- bis dreimal pro Woche mehrere Stunden. Doch kurz vor dem Wettkampf steht tägliches Üben auf dem Programm, bevor es Montag mit dem Bus nach Niedersachsen geht. Dabei sitzt die Choreografie eigentlich. „Wir trainieren sie schon seit gut einem dreiviertel Jahr, waren damit ja auch am 5. März bei der Nordostdeutschen Meisterschaft in Hamburg, wo wir Dritte wurden und damit die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft geschafft haben“, sagt Anika Preuss. Bei solch einer langen Phase der immer gleichen Schrittfolge sei es für sie als Trainerin wichtig, die lernwillige Gruppe bei der Stange zu halten. Eine weitere Schwierigkeit kam unerwartet dazu: Bei einem Tanz-Auftritt mit der Erwachsenenformation hat sich die 29-Jährige das Knie zerstört – „aber die Ärzte sind zuversichtlich und ich muss ja nicht tanzen, um zu sagen, was sie machen sollen“, sagt Anika.

Die Anweisungen der Trainerin werden ja sichtbar erfolgreich umgesetzt. So erfolgreich, dass die Qualifikation für die WM als Traum jetzt zum Greifen nah ist. „Aber wir müssen auch schauen, ob wir uns das leisten können“, sagt die Trainerin. Zwei Sponsoren wurden schon gefunden, die vor allem mit den Reisekosten helfen. Sollten die „Sklaven des Beat“ am Ostermontag das WM-Ticket lösen, würde weiter gesucht. Und natürlich wie immer fleißig geübt.


 

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erstellt am 24.Mär.2016 | 21:00 Uhr

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