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23. März 2017 | 23:07 Uhr

Alter Markt Rostock : Grundschule kommt erst später

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Umwandlung und Sanierung der Einrichtung am Alten Markt verzögert sich. Kapazität wird auf 400 Kinder erhöht #wirkoennenrichtig

Die Schule am Alten Markt mit dem Förderschwerpunkt Sprache soll in eine reguläre Grundschule mit mehr Plätzen umgewandelt werden. Das hatte die Bürgerschaft bereits im September 2015 beschlossen, nach Verzögerungen durch rechtliche Schwierigkeiten kann der Betrieb der neuen Einrichtung allerdings erst mit einem Jahr Verspätung zum Schulstart 2017/18 beginnen.

„Bis dahin werden die Grundschulkinder im Rahmen einer ausgelagerten Klasse der Grundschule am Margaretenplatz unterrichtet“, heißt es in einem Schreiben aus dem Bildungsministerium. „Die Stadt ist dringend auf eine Erhöhung der Anzahl der Grundschulklassen angewiesen“, sagt Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke). Künftig sollen am Alten Markt bis zu 400 Kinder lernen, derzeit sind es etwa 230. „Alle Kinder können an der Schule bleiben“, verspricht Bockhahn. Hintergrund der Neustrukturierung sei aber nicht nur der erhöhte Platzbedarf, sondern vor allem das in der vergangenen Legislaturperiode von der Landesregierung beschlossene neue Konzept zur Inklusion. „Damit sollen Förderschulen, soweit möglich, aufgehoben werden“, erklärt Bockhahn. „Schüler mit besonderen Bedarfen sollen an Regelschulen unterrichtet und dann dort entsprechend gefördert werden.“

Um das in Zukunft weiter zu gewährleisten, sind auch an der neuen Grundschule eigenständige Förderklassen mit dem Schwerpunkt Sprache vorgesehen. Wie viele es am Ende werden, liege in der Hand des Staatlichen Schulamts des Landes, erklärt Bockhahn. Ihre Zahl solle sich aber auf jeden Fall nach dem realen Bedarf richten. „Als Stadt wollen wir die Kompetenzen im sprachheilpädagogischen Bereich an diesem Standort erhalten“, sagt der Senator.

Zugleich räumt er allerdings ein, dass die Veränderungen „in einigen Punkten zu gefühlten Verschlechterungen führen“. Es sei in seinem Interesse, alle Betroffenen an dem Prozess zu beteiligen. Daher „habe ich die Schule gebeten, im Januar zu einer erweiterten Schulkonferenz einzuladen“. Diese solle in dieser Kalenderwoche stattfinden.

Der Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) hat bis 2020 acht Millionen Euro für den Umbau reserviert. „Die Einzelheiten der Sanierung und Erweiterung sind noch nicht geklärt“, sagt Bockhahn. Den KOE-Unterlagen zufolge werden das Keller- und Dachgeschoss aber ausgebaut. Darüber hinaus sind die Sanierung der Außenhülle, ein barrierefreier Zugang sowie eine Schadstoffsanierung inklusive Beseitigung von Brandlasten geplant. Dabei sei auch der Denkmalschutzes zu beachten. „Nach erfolgter Sanierung ist ein Teil des Alten Marktes als zusätzliche Schulhoffläche herzurichten“, heißt es im KOE-Wirtschaftsplan.

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erstellt am 09.Jan.2017 | 12:00 Uhr

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