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Echte Oldtimer-Liebe : Modellbau mit Seltenheitswert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Heiko Schmidt aus Elmenhorst liebt Oldtimer mit besonderen Maßstäben. Sammlung umfasst bereits 800 historische Fahrzeuge #wirkoennenrichtig

Bei Heiko Schmidt dreht sich die Welt um Oldtimer. Da er sich die großen Originalmodelle nicht in den Preislagen erlauben kann, die die Millionengrenze überschreiten würden, sammelt er sie im Modellbau-Format und baut alles nach, was einen gewissen Seltenheitswert besitzt.

Diese Leidenschaft wurde von seinem Vater angekurbelt, der dem damals Zehnjährigen den Schiffsmodellbau näherbrachte. 800 Automodelle aller Maßstäbe, Briefmarken oder Porzellanteller füllen heute die Regale des Sohnes. Autofans werden ihre helle Freude haben, wenn sie die museumsreifen Nebenräume samt Werkstatt im Einfamilienhaus betreten dürfen. Dabei beweist der hauptberufliche Maschinenbau-Ingenieur sein technisches Talent und die Liebe zum Detail.

So richtig interessant wird der Modellbau für den Elmenhorster, wenn es keine Baupläne und vorgefertigten Bauteile gibt, wie beispielsweise bei seinen 1:5-Modellen. Bundesweit gibt es nur sehr wenige Modellbauer, die diesen Maßstab umsetzen. Hier wird von der Karosserie aus Metall bis zum Dach aus Leder alles selbst hergestellt. „400 Stunden kann man schon bis zur Fertigstellung rechnen“, erklärt Schmidt den riesigen Aufwand. Als hilfreich erweisen sich dabei alte Bücher, die er nach der Wende den Bibliotheken abkaufte. So werden wenigstens die kleinen Wünsche wahr, denn ein Mercedes 500K Autobahnkurier von 1934 würde als funktionstüchtiges Original für die Straße schlappe zwei Millionen Euro kosten. „Die Modelle kann ich mit ins Haus nehmen, ich brauche keinen großen Parkplatz und sie sind wesentlich günstiger“, resümiert der fast 60-jährige Auto-Fan. Einen Oldtimer gönnt er sich allerdings für seine Fahrten durch Mecklenburg-Vorpommern. Der IFA F9 von 1956 steht hochglanzpoliert für die nächste Schönwetter-Saison bereit. Bis dahin wird an den 1:5-Modellen gebastelt. Neben dem Mercedes 500K stehen noch ein Horch 10-15 (1927), ein Adler Standard 6 (1927) und andere Raritäten in den Regalen. „Eigentlich wollte ich meine Modelle nicht verkaufen, allerdings nimmt die Sammlung inzwischen überhand und meine Frau hisst die rote Flagge“, so Schmidt. Als Erstes möchte er die 1:5-Unikate den Auto-Herstellern anbieten und die rechtlichen Fragen klären, wenn er sich endgültig für einen Verkauf entschließen sollte. Interessenten dürfen trotzdem mal unverbindlich unter der Telefonnummer 0381/515 80 anfragen, wenn ihnen noch ein kleineres Sammlerstück fehlen sollte.

 

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erstellt am 20.Mär.2017 | 11:45 Uhr

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