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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. Februar 2017 | 10:53 Uhr

Schlemmin/Warin : Erstmals Buchen unterm Hammer

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Forstamt Schlemmin stellt ein Sechstel der gesamten Auktionsware bei der 26. Wertholzversteigerung des Landes in Linstow.

Die 26. Wertholzversteigerung des Landes findet am 26. Januar im Van der Falk-Ressort Linstow statt. Rund 50 Waldbesitzer bieten 619 Festmeter Laubholz an. Allein das Forstamt Schlemmin ist mit rund 100 Festmetern der größte Anbieter. Zum ersten Mal nach vielen Jahren kommen 2017 auch wieder Buchen unter den Hammer.

Mit Spannung erwartet David Zenker die Auktion in Linstow. Der 30-Jährige ist erst seit April als Holzvermarkter im Forstamt Schlemmin tätig. „Es ist für mich die erste Wertholzversteigerung. Ich werde mir erst einmal einen Eindruck verschaffen und dann schauen, wie ich helfen kann“, sagt Zenker.

Die 100 Festmeter, die am 26. Januar versteigert werden, sind das Beste vom Besten, was das Schlemminer Forstamt zu bieten hat. „Jährlich schlagen wir etwa 50 000 Festmeter“, sagt David Zenker. Seit Anfang Dezember liegt die Auktionsware gut gesichert in Linstow, sagt Mathias Regenstein, Leiter des Forstamtes Schlemmin. So haben potenzielle Käufer ausreichend Gelegenheit, die Ware in Augenschein zu nehmen. Auch ein Katalog wurde erstellt.

Die Schlemminer treten mit sechs Baumarten an – das sind neben Buche und Eiche auch Vogelkirsche, Birke, Roterle und Esche. Allein 35 Festmeter Eiche hat das Forstamt nach Linstow gebracht. „Dabei sind Preise bis zu 1200 Euro je Festmeter möglich“, sagt Zenker. Im vergangenen Jahr hatte ein Eichenstamm aus dem Forstamt Karbow einen Rekordpreis von 2420 Euro pro Festmeter erzielt. Der Stamm brachte insgesamt rund 12 500 Euro ein.


Eine einzelne Eiche aus dem Revier Warin


Eichen kommen u.a. aus dem Revier Qualitz, zu dem auch ein Waldstück der Mankmooser Gemarkung gehört. „Und einen einzelnen Baum haben wir aus dem Revier Warin, Bereich Steeder See“, so David Zenker. Die Eiche sei um die 160 bis 170 Jahre alt, „das Auktionsstück ist 7,40 Meter lang und hat einen Durchmesser von 76 Zentimetern“. Zenker rechnet hier mit bis zu 1200 Euro pro Festmeter.

Eine Prognose bei der Buche wagt er indes nicht. „Da sie in den vergangenen Jahren nicht zur Auswahl stand, ist es schwierig, einen Preis zu nennen“, so der Holzvermarkter. Vielleicht seien 600 Euro pro Festmeter möglich. Rund 25 Festmetern Buche bringt das Forstamt an den Start.

Wohin die Stämme gehen, steht aber noch nicht fest. Sie können als Furnierholz, als Bohlen oder auch für Möbel-Accessoires eingesetzt werden, sagt Zenker. Die gesamte Auktionsware des Forstamtes komme aus sechs der sieben Reviere – das sind Qualitz, Schlemmin, Oettelin, Tarnow Rosenow und Warin. Lediglich das Revier Weiße Krug ist nicht vertreten.

Während die guten Eichen- und Buchenstämme als Einzellose unter den Hammer kommen, werden Birken auch als Sammellos versteigert. „Das heißt zum Beispiel, dass sechs Birken im Paket veräußert werden, egal wie jeder einzelne Stamm gewachsen ist“, sagt Zenker.

Er sei selbst gespannt, was die Auktion bringen wird. Vor zwei Jahren hatte das Forstamt Schlemmin für eine Eiche 910 Euro je Festmeter erzielt. Außerdem hatte eine Maserknolle – also eine Wucherung am Baum – das Interesse der Bieter geweckt. Dieses durch die Laune der Natur besonders geformte Holz lässt sich zu Furnier aufarbeiten und wird für Möbel und Interieur in Fahrzeugen verwendet. Die Eiche fing an zu schwächeln, deshalb war sie gefällt worden. Die runde Knolle mit 1,80 Metern Durchmesser und etwa drei Festmetern ging für circa. 2400 Euro an den Höchstbietenden.

Neben den 100 Festmetern des Forstamt Schlemmin kommen weitere 271 Festmeter Auktionsware von privaten sowie kommunalen Waldbesitzern.  

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erstellt am 11.Jan.2017 | 12:22 Uhr

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