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Neuhof in der Gemeinde Bibow : Neues Nashorn in Neuhof als Zeichen der Kunst

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Nach der Versteigerung beim Dreikönigstreffen gehen 250 Euro an den Schweriner Zoo.

Drei nachgebildete Dickhäuter wurden zum Ende des Dreikönigstreffens der (Kunst)Nashörner in Neuhof (wir berichteten)
versteigert und erbrachten 220 Euro. Dettlef Lukat, Bürgermeister der Gemeinde Bibow, zu der Neuhof gehört, legte aus eigener Tasche noch 30 Euro drauf, so dass ein Gesamterlös von 250 Euro an den Schweriner Zoo geht. Der hatte die Idee des Vereins Initiative Schloss Neuhoff e.V., Tierwelt und Kunst in so einer außergewöhnlichen Veranstaltung zu verbinden, gern aufgenommen und sie unterstützt.

Die drei Kunsttiere seien in gute Hände gekommen, findet Herbert Pils, Hausherr des voluminösen Gutshauses. Zwei ersteigerte die Kunstgruppe Olgashof bei Wismar, eines ein Reitstall aus der
Region mit Isländer-Pferden. Das violette Nashorn, das für eine Schwarzlichtinstallation beim Kunst- und Pferdefilmfestival „Equinale“ nach Neuhof kam und seitdem dort vor dem Herrenhaus stand, kehrt mit den zwei Neuerwerbungen nach Olgashof zurück und wird dort von Judith Horvath, die schon dem Rohling Farbe gegeben hatte, umgestaltet.

Doch Schloss Neuhof bleibt nicht ohne Nashorn. Das in strahlendem Weiß mit goldfarbenem Horn, das Besucher von der künstlerischen Projektion kennen, die beim Dreikönigstreffen im Gewölbe zu sehen war, soll „als Zeichen der Kunst einen Ehrenplatz“ vor dem Herrenhaus erhalten, kündigt Herbert Pils an. „Dort kommt es auf ein Podest. Vorher machen wir es mit transparentem Bootslack wetterfest. Wie das Podest werden soll, darüber müssen wir noch nachdenken.“

Aus der Veranstaltung am Tag der Heiligen Drei Könige seien bereits „ganz neue Ideen“, so Pils, mit Blick auf „Kunst: Offen“ über Pfingsten hervorgegangen. So werde es vom 3. bis 5. Juni die Ausstellung „Frauenpower in Neuhof“ geben. Die Künstlerin Kirsten Bunke aus Sülstorf im Landkreis Ludwigslust-Parchim komme mit Malerei, Judith Horvath von Olgashof mit Malerei und Installation, die Schwerinerin Helga Treutler mit Masken und Sitzobjekten aus Pappmaché, Kirsten Löser aus Dänemark mit Schmuckdesign und Mode sowie Anja Jäpel aus der Gemeinde Niendorf im Kreis Herzogtum Lauenburg mit Brandmalerei.

Doch es soll nicht nur Kunst zum Anschauen und Kaufen geben, sondern auch die Möglichkeit, sich selbst zu versuchen. Die Hamburgerin Anna-Maria Schlemmer (Foto), die unter ihrem Künstlernamen Anna Fabuli Schattentheater zeigt und damit mehrmals die Besucher in Neuhof erfreute, sei auch Zeichenlehrerin und führe einen Lehrgang unter dem Titel „Venus im Park“ durch. Für Kinder biete sie einen Schattentheater-Kurs.

Mit den Bühnenbildern und Figuren, aus schwarzem Karton in Scherenschnitt-Technik kunstvoll gearbeitet, schafft sie Märchenwelten, in denen die Geschichten leben. Zum Repertoire gehören Stücke für Kinder und für Erwachsene. Mit ihrem mobilen Schattentheater reise sie, so die Künstlerin gegenüber SVZ, um die ganze Welt und nehme an großen internationalen Festivals teil.

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erstellt am 11.Jan.2017 | 21:00 Uhr

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