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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. Februar 2017 | 02:37 Uhr

Feuerwehr : Stabile Mitgliederzahl steht in Borkow an erster Stelle

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Es gab einen Führungswechsel bei der freiwilligen Feuerwehr: Andreas Kaschube wurde mit großer Mehrheit gewählt.

Mit 14 aktiven Mitgliedern gehört Borkow zu den kleinsten freiwilligen Feuerwehren in der Region. Umso mehr steht an erster Stelle, die Mitgliederzahl stabil zu halten, wenn nicht gar auszubauen, hieß es einmütig auf der Jahreshauptversammlung am Sonnabend im Gemeindehaus. Zudem erhielt Andreas Kaschube das Vertrauen als neuer Wehrführer. In der geheimen Wahl gab es elf Ja- und zwei Nein-Stimmen. Der 26-Jährige gehört seit zehn Jahren der aktiven Gruppe an und war vier Jahre stellvertretender Wehrführer. Diese Funktion übernimmt der 22-jährige Karsten Rickmann, seit 2012 Jugendwart. Die Kameraden wählten ihn mit neun Ja- und drei Nein-Stimmen.


Im Vorjahr zu neun Einsätzen alarmiert


Der bisherige Wehrführer Tilo Rosenfeld war nach vier Jahren in dieser Position vorzeitig zurückgetreten. Sein Leben sei „anders strukturiert“ als bei seiner Wahl. Er habe jetzt zwei kleine Kinder, die seine Aufmerksamkeit brauchten, nach der Elternzeit komme Schichtarbeit auf ihn zu und seine Frau befinde sich in einer beruflichen Weiterbildung. Die Entscheidung sei ihm „sehr schwer gefallen“, sagte Rosenfeld sichtlich bewegt. Ein Wehrführer habe Pflichten, denen er nicht mehr habe nachkommen können. Er werde sich aber weiter in der aktiven Gruppe engagieren.

Die FFw Borkow sei 2016 zu neun Einsätzen alarmiert worden, fasste Rosenfeld im Rechenschaftsbericht zusammen, darunter eine Personensuche und eine Amtsübung. Bei Letzterer seien die Borkower zu seiner und der Überraschung anderer als Erste am Einsatzort eingetroffen. Und sie hätten dabei vier Atemschutzträger stellen können. Darin bestehe sonst zuweilen ein Manko, so dass die Anzahl für so eine kleine Wehr umso beachtlicher sei. Weiterhin mussten kleine Ölspuren bzw. Sturmschäden beseitigt werden. An der Technik habe es kleinere Reparaturen gegeben, der Ersatz des Mannschaftstransportwagens (MTW), der bei seiner Anschaffung 2004 schon etliche Jahre auf dem Buckel hatte, habe leider noch nicht geklappt, obwohl die Gemeinde die Mittel dafür in den Haushalt eingestellt hatte. In Hohenfelde sei die Zisterne saniert, „keine neue gebaut“ worden, betonte Rosenfeld.

Ein Problem sei wie anderswo, wegen Schicht- oder auswärtiger Arbeit in der Woche die notwendige Staffelstärke zu erreichen. Allerdings, fügte Rosenfeld kritisch an, lasse auch die Teilnahme an den Dienstabenden nicht selten zu wünschen übrig. Das erschwere die Ausbildung. „Es sind immer die Gleichen da.“ Das treffe ebenso bei der Organisation von Veranstaltungen zu, etwa des Frühjahrsfeuers. „Doch dass Ausbildung in Gruppenstärke Spaß machen kann, haben wir auch öfter festgestellt.“


Scheck über 500 Euro für die Jugendwehr


Die Jugendwehr hat aktuell acht Mitglieder, berichtete Karsten Rickmann. „Wir haben es geschafft, am Zeltlager in Hohen Pritz teilzunehmen, und bei der ersten Teilnahme gut abgeschnitten.“ Dieses Jahr werde Kurs auf weitere Wettkämpfe genommen, wie das Fußballturnier für die Jugendwehren in Sternberg.

Von Bürgermeisterin Regina Rosenfeld, die den Feuerwehrmitgliedern herzlich dankte, kam die frohe Kunde, dass die Borkower Jugendwehr 500 Euro vom Energieversorger Wemag erhalte. Die Feuerwehr liege ihr „sehr am Herzen“ und sollte sich künftig auch auf der Internetseite der Gemeinde umfassend präsentieren.

„Wir brauchen jedes Feuerwehrmitglied und jede Wehr, Gemeindefusionen hin oder her“, sagte Amtswehrführer Olaf Schröder aus Kobrow. Eckardt Meyer, Leiter des für die Feuerwehren zuständigen Ordnungsamtes in Sternberg und 1. stellvertretender Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes, wurde noch deutlicher: Der Brandschutz sei Pflichtaufgabe jeder Gemeinde. Und diese müsse, wenn es keine freiwilligen Mitglieder gebe, eine Pflichtfeuerwehr benennen. Funktioniere das auch nicht, übernehme den Brandschutz die Feuerwehr einer Nachbargemeinde. Das benötigte Geld müsse dann dorthin überwiesen werden. Gespart werde überhaupt nichts, trat Meyer mancherorts aufkommenden Meinungen entgegen, die Feuerwehr koste zu viel Geld. Sie sei übrigens die älteste freiwillige Bürgergemeinschaft in Deutschland. Und zum überfälligen MTW ließ Meyer wissen, dass der im Februar kommen werde, ein bei der Polizei ausgesondertes Fahrzeug.

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erstellt am 08.Jan.2017 | 21:00 Uhr

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