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Verkehr rund um Schwerin : Lückenschluss im Radwegenetz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Straßenbauamt will rund um Schwerin durchgehende Strecken an Bundesstraßen schaffen – in Richtung Wismar, Crivitz und Brüsewitz

Das Radwegenetz an Bundesstraßen rund um Schwerin wächst stetig. Rund zwei Millionen Euro aus Bundesmitteln fließen jedes Jahr nach Westmecklenburg, um parallel zu Bundesstraßen neue Radwege zu errichten und bestehende zu erhalten. „Wir richten unseren Fokus derzeit darauf, Lücken im Radwegenetz zu schließen“, fügt Dezernent Dr. Thorsten Uhlig an. So werde dafür gesorgt, dass die Menschen aus kleinen Orten auf einem Radweg schnell und sicher in die nächste Stadt kommen. An der B 104 zwischen Gadebusch und Lützow sowie an der B 321 zwischen Friedrichsruhe und Crivitz konnten im zurückliegenden Jahr gerade große Lücken geschlossen werden (SVZ berichtete). „Ein Abschnitt bei Friedrichsruhe konnte vor Weihnachten fertig gestellt werden, der andere folgt im Frühjahr“, erläutert Tobias Bremer vom Straßenbauamt.

Die Arbeiten dort stehen beispielhaft dafür, wo es haken kann. „Wir kommen an vielen Stellen nicht so schnell wie erhofft voran, weil es Probleme beim Grunderwerb gibt“, erläutert Bremer. Die Gemeinde Friedrichsruhe hatte hier sehr geholfen und Kontakt zu den Landeigentümern hergestellt, damit der lang ersehnte Radweg zum Amtssitz nach Crivitz gebaut werden konnte. Gegen die schlechten Baugrund allerdings war nichts zu machen. Während der Bauphase musste umgeplant werden. Auf einem Abschnitt gibt es keine Bitumenbahn, sondern eine wassergebundene Decke.

Auf dem Schirm hat das Straßenbauamt auch den Lückenschluss im Radweg an der B  321 zwischen Crivitz und dem Waldschlösschen. Doch dort ließen sich die Grundstücksfragen bislang nicht klären. In diesem Jahr soll deshalb ein Planfeststellungsverfahren anlaufen, um dem Projekt größeres Gewicht zu geben.

Für den Radwegebau an der B 104 zwischen Schwerin und der Brüsewitzer Ampelkreuzung sind die Pläne fertig, der Grunderwerb läuft noch. Aber in diesem Jahr sollen wichtige Vorarbeiten erledigt werden. „Im Wald bei Friedrichsthal liegen seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges weggeworfenen Waffen und Munition“, sagt Uhlig. Im Sommer soll die Trasse für den Radweg untersucht und freigeräumt werden, im kommenden Winter könnten dann Bäume gefällt werden, bevor 2018 der Radwegebau startet. „Am liebsten würden wir den ganzen, 5,3 Kilometer langen Abschnitt in einem Zuge bauen“, fügt Bremer an. Wenn das nicht gehe, werde in Etappen gebaut. Zum Projekt gehöre der Ausbau der Abzweigs nach Herren Steinfeld mit einer Abbiegespur.

Auch östlich des Schweriner Sees soll er Radweg neben der B 104 wachsen. Der Anschnitt von Cambs nach Brahlstorf ist in Planung.

Ebenso im Blick bleibt die B 106. Von Groß Stieten wird der Radweg erweitert – gen Süden. „Dort bauen wir in Etappen“, erläutert Bremer. Für den Abschnitt am Bahnübergang bei Zickhusen ist ein Planfeststellungsverfahren nötig, deshalb wird dort zuletzt gebaut. Südlich von Schwerin wurde die B 106 zwar zur L 072 herabgestuft. Aber die beiden Lücken im Radweg bei Goldenstädt und Weselsdorf sollen geschlossen werden, betont Bremer. Das Straßenbauamt hat nämlich auch die Radwege an den Landesstraßen im Blick. Dort ist die Herangehensweise analog zu den Bundesstraßen: Lückenschluss an den bestehenden Trassen habe Priorität.

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erstellt am 10.Jan.2017 | 11:45 Uhr

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