zur Navigation springen

Zeitung für die Landeshauptstadt

24. Februar 2017 | 15:50 Uhr

Übergriffe im Schweriner Stadthaus : Streifendienst auf Amtsfluren

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Weil es im Stadthaus immer häufiger Übergriffe auf Verwaltungsmitarbeiter gibt, werden die Regeln für Besucher verschärft.

Im Stadthaus gelten jetzt verschärfte Sicherheitsregeln. Im Haus ist ein Sicherheitsdienst präsent und der Zugang ist erschwert. Der Grund: Es gibt zunehmend Übergriffe auf die Mitarbeiter.

„Die Nervosität unserer Kunden nimmt offenbar zu“, sagt der Chef der Hauptverwaltung, Hartmut Wollenteit. Er muss berichten: „Mitarbeiter werden immer häufiger beschimpft.“ Und schlimmer noch: Sie werden auch tätlich angegriffen. Außerdem würde der Verwaltungsbetrieb gestört, weil die Öffnungszeiten von vielen Besuchern „nicht respektiert“ werden. „Da stehen Bürger dann im Büro, stellen jede Menge Fragen und wollen sofort eine Auskunft.“ In Notfällen werde die Verwaltung zwar immer helfen, so Wollenteit. „Wir müssen aber unsere Mitarbeiter schützen und einen geregelten Ablauf innerhalb der Verwaltung sicherstellen.“ Dafür werden die Zugangsregeln ins Stadthaus verschärft. „Die Legitimation des Zutritts ins Stadthaus erfolgt für alle im Haus Beschäftigten mittels Dienstausweis bzw. für hausinterne, aber verwaltungsfremde Mitarbeiter in anderer geeigneter Form“, heißt es in einer Mitarbeiterinformation, die Hartmut Wollenteit herausgegeben hat. „Außerhalb der Sprechzeiten wird darüber hinaus nur noch berechtigten Personen der Zutritt ins Stadthaus gewährt.“ Das gilt beispielsweise für Bürger, die einen Termin vereinbart haben, für Kantinenbesucher oder Lieferanten.

In den Fluren der ersten bis dritten Etage patrouilliert ein Sicherheitsdienst, der von den Verwaltungsmitarbeitern im Notfall per Notruftaste angefordert werden kann.

„Die neuen Sicherheitsregeln sind für uns ein Spagat zwischen offenem Bürgerhaus und notwendiger Sicherheit“, sagt Hartmut Wollenteit. Das Thema sei „schwierig“. „Wir experimentieren, erproben und lernen.“ Es kann also sein, dass die Sicherheitsregeln immer mal wieder verändert oder sogar verschärft werden.
 

Kommentar: Viele leiden unter wenigen
Hunderte Schweriner kommen jeden Tag ins Stadthaus und verhalten sich normal. Einige wenige aber glauben, sogar mit Gewalt ihr „Recht“ durchsetzen zu müssen. Da ist es richtig, dass die Sicherheitsregeln angezogen werden. Traurig ist aber, dass einige Chaoten das Leben in der Stadt durcheinander bringen.




 

zur Startseite

von
erstellt am 09.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen