zur Navigation springen

Fitness und Wellness

23. Februar 2017 | 10:54 Uhr

Personal Trainer : Sport trotz Weihnachtshektik

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bis Weihnachten ist es nicht mehr lange. Das bedeutet: Mehr süßes Gebäck und Glühwein, als der Figur guttut. Für die nötige Bewegung ist oft auch zu wenig Zeit.

Für die meisten ist die Weihnachtszeit der reine Stresstest. Zu den Einkäufen und Vorbereitungen für das Fest kommen oft noch Weihnachtsfeiern. Da ist an Training kaum zu denken. Um in den Adventswochen dennoch etwas Sport unterzubringen, ist Flexibilität gefragt – die bietet ein Personal Trainer. „Vielen Menschen geht es darum, Zeit zu sparen. Mit wenig Aufwand soll ein hohes Ziel erreicht werden“, stellt Prof. Daniel Kaptain, Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), fest. „Der Vorteil beim Personal Training ist, dass es eins-zu-eins auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten des trainierenden Kunden zugeschnitten ist. Somit kann sehr schnell ein großer Effekt erzielt werden.“

Für die Verbesserung von Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination bedarf es sehr komplexer Übungen. „Menschen, die im Alltag viel sitzen, haben oft die normalen Bewegungsmuster verlernt. Um die hohen Anforderungen des Trainings erfüllen zu können, benötigen sie daher eine umfassende Betreuung“, ergänzt Kaptain.

>> Unsere Fit-Clips finden Sie hier!

Da die Berufsbezeichnung „Personal Trainer“ nicht geschützt ist, sollte man auf die Qualifikation achten. „Hat der Trainer etwa eine Fitness-Trainer-A-Lizenz erworben, verfügt er über Grundkenntnisse in den Bereichen Anatomie, Physiologie, Diagnostik, Gerätelehre und Ernährung“, erklärt Thomas Niewöhner, Generalsekretär der Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung (DFLV). Doch die Lizenz allein zeichnet noch keinen guten Coach aus. „Personal Trainer wird man nicht von heute auf morgen. Es erfordert vier bis fünf Jahre Zeit, bis man die richtige Ausbildung durchlaufen und genügend Berufspraxis gesammelt hat“, weiß der Diplomsportlehrer.

Bei der Suche nach einem kompetenten Trainer helfen das Tüv-Siegel des Bundesverbands Personal Training (BPT) und eine Internetpräsenz des Trainers. „Ein guter Personal Coach bietet darüber hinaus eine unverbindliche, kostenlose Kennlernstunde an. Hier stellt sich heraus, ob man zusammenpasst“, sagt Kaptain. Bevor es losgeht, testet ein professioneller Trainer den Fitness- und Gesundheitszustand seines Kunden. Die Ergebnisse dienen auch als Grundlage für den Trainingsplan.

Der Preis für eine professionelle Rundum-Betreuung ist unterschiedlich. Eine Stunde könne zwischen 60 und 100 Euro kosten, schätzt Kaptain. Um die Kosten zu senken, buchen einige Kunden den Personal Trainer nur einmal im Monat und absolvieren die übrigen Sporteinheiten allein. Eine andere Variante ist das Kleingruppentraining. Hier sei es wichtig, dass die drei bis maximal fünf Teilnehmer einen ähnlichen Fitnesszustand haben, so Kaptain.

Um langfristig einen erkennbaren Effekt zu erzielen, sind etwa zwei Trainingseinheiten in der Woche erforderlich. „Für einen Untrainierten kann aber auch schon ein wöchentliches Training ein deutlicher Fortschritt sein“, sagt Sportwissenschaftler Sebastian Grüner. Das sollte jeder einrichten können – egal wie viel er vor den Festtagen um die Ohren hat.“

zur Startseite

von
erstellt am 21.Dez.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen