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Medizin und Gesundheit

27. März 2017 | 16:30 Uhr

Kopfschmerzen : Bewegung und Pfefferminzöl können in leichten Fällen helfen

vom
Aus der Onlineredaktion

Wenn der Schädel brummt: Was man zu Kopfschmerzen wissen sollte

Kopfschmerzen sind eine Volkskrankheit. Manche Menschen haben sie nur selten, andere sind oft betroffen. Doch was hilft eigentlich gegen den Schmerz? Und kann man vorbeugen? Charly Gaul von der Deutschen Kopfschmerz- und Migränegesellschaft antwortet auf die wichtigsten Fragen zum Thema.

Wo liegen die Ursachen für Kopfschmerzen?

Oft sind sie nicht klar zu benennen. Aber es gibt Auslöser. Das können zum Beispiel Durst, ein Wetterumschwung, zu viel Sonne oder ein Glas Alkohol sein. Kopfschmerzen können zudem das Symptom einer Krankheit sein, etwa von Grippe.

Was unterscheidet normale Kopfschmerzen und Migräne?

Experten sprechen bei normalen Kopfschmerzen eher von Spannungskopfschmerz. Dieser schmerzt häufig auf beiden Kopfseiten drückend. Manche Patienten empfinden den Schmerz allerdings auch als stark.

Anders bei Migräne: Neben sehr starken Schmerzen werden die Anfälle etwa von Übelkeit, intensiver Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und häufig auch Gerüchen begleitet. Meist schmerzt nur eine Seite des Kopfes. Migräne-Attacken können zwischen 4 und 72 Stunden dauern.

Wie bekämpft man normale Kopfschmerzen?

Während Bewegung eine Migräne-Attacke häufig nur schlimmer macht, kann etwas Aktivität bei Spannungskopfschmerzen helfen. Pfefferminzöl aufzutragen, kann den Schmerz ebenfalls lindern. Frei erhältliche Schmerzmittel wie Paracetamol, Ibuprofen oder Kombinationen mit Acetylsalicylsäure, Koffein und Paracetamol wären der nächste Schritt. Bei eher leichten Kopfschmerzen kann man aber häufig auf sie verzichten.

Was hilft bei Migräne?

Ein Migräne-Anfall ist ein Signal des Gehirns, dass es Rückzug und Ruhe braucht. Sich in einen abgedunkelten Raum zurückziehen, ist der erste, richtige Schritt. Betroffene können frei verkäufliche Schmerzmittel nehmen. Manchmal helfen diese bei Migräne aber nicht. Für diesen Fall gibt es Triptane. Diese speziellen Schmerzmittel wirken auch gegen die Begleiterscheinungen der Migräne-Attacke. Zwei Triptane sind in Deutschland frei verkäuflich. Nichtsdestotrotz sollte man mit einem Arzt Rücksprache halten.

Wie beugt man vor?

Manche Leute bekommen schon von einem Glas Rotwein Kopfschmerzen oder gar Migräne. Bemerkt man solche Auslöser, sollte man sie meiden – in diesem Fall verzichtet man lieber auf Alkohol. Regelmäßiger Ausdauersport sowie Entspannungsübungen können ebenfalls vorbeugend wirken. Stark betroffenen Patienten versuchen Mediziner mit einer vorbeugenden medikamentösen Behandlung zu helfen. Auf eigene Faust sollte man sie aber nicht starten.

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erstellt am 09.Jan.2017 | 12:00 Uhr

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