zur Navigation springen

Brandenburg

23. Februar 2017 | 10:52 Uhr

Naturschutz : Großes Mausohr in Brandenburg wieder im Aufwind

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der größten heimischen Fledermausart, dem Großen Mausohr, geht es in Brandenburg wieder besser.

Der größten heimischen Fledermausart, dem Großen Mausohr, geht es in Brandenburg wieder besser. Landesweit gebe es 22 Wochenstuben, in denen je zwischen 30 bis zu 200 Fledermausweibchen je ein Junges zur Welt bringen, sagte in Potsdam Jens Teubner, für Säugetiermonitoring zuständiger Biologe des Landesamtes für Umwelt. In etwa 14 Tagen sei es wieder so weit. Dann dürften die Tiere nicht gestört werden. Bauherren sollten Arbeiten an Dachstühlen mit Fledermausquartieren daher möglichst nicht in der Zeit von April bis September durchführen.

Das Große Mausohr hat eine Flügelspannweite von etwa 40 Zentimetern und wird bis zu 35 Gramm schwer. Der Altersrekord liegt bei 38 Jahren. Die Weibchen zögen ihre Jungen gern auf Dachböden groß. Deshalb habe ihnen vor allem giftiges Holzschutzmittel, mit denen das Gebälk getränkt wurde, in vergangenen Jahrzehnten zugesetzt.

Dass sich auch die Bestände anderer Fledermausarten erholt haben, lasse sich nur vermuten, sagte Teubner. „Wir wissen über die Tiere noch sehr wenig. Es ist schwer, sie zu zählen.“ Etwa 50 ehrenamtliche Naturschützer kümmern sich landesweit um die Tiere. In Brandenburg leben 18 Fledermausarten.

In den vergangenen Jahren hätten sie unter anderem in verlassenen ehemaligen militärisch genutzten Gebäuden, die von den Naturschutzbehörden hergerichtet wurden, neue Quartiere gefunden.

Landesweit sind etwa 1000 Fledermausquartiere bekannt. Zu den größten gehören die Alte Brauerei in Frankfurt (Oder) und die Stollen des Kalkbergwerkes in Rüdersdorf mit je mehr als 2000 Tieren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert