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Hansa Rostock

31. Mai 2016 | 16:03 Uhr

FC Hansa Rostock : Emotionale Rückkehr für „Erde“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansas Dennis Erdmann hatte im Spiel gegen seinen Ex-Verein Dresden eine taktisch neue Rolle von Coach Christian Brand bekommen.

Emotionale Rückkehr für Hansas Abräumer Dennis Erdmann: Am 31. Spieltag der 3. Fußball-Liga war er mit der Kogge zu Gast bei seinem Ex-Verein SG Dynamo Dresden. Mit dem 2:2-Unentschieden zeigte sich der 25-Jährige nach dem Abpfiff zufrieden, aber „von Gerechtigkeit im Fußball kann man nicht immer reden. Klar, beim Ballbesitz war Dynamo in der ersten Halbzeit besser, aber so richtig zwingend war das nicht. Ich glaube auch, ein, zwei Prozentpunkte waren wir in der zweiten Halbzeit besser. Wir haben richtig gut gespielt und uns nicht wie ein Verein gegeben, der auf dem 14. Tabellenplatz steht“, lautete Erdmanns Fazit.

Vor allem der Mittelfeld-Abräumer hatte einiges zu beackern in dieser Partie, denn Hansa-Coach Christian Brand stellte gegen Dynamo auf ein 4-3-3 um, sodass Dennis Erdmann als einziger Abräumer vor der Abwehrreihe agierte. „Es war auch für ihn taktisch wieder eine neue Geschichte. Das war aber ein einwandfreier Auftritt, wie von allen anderen auch. Dennis macht das schon seit ein paar Wochen richtig gut. Er war ganz ruhig, hat sich nicht provozieren lassen, hat niemanden provoziert, es sauber gespielt und gut organisiert“, resümierte Brand.

Damit hatte er Recht, denn trotz der 1:0-Führung des Tabellenführers gaben sich die Hanseaten nicht auf – und auch „Erde“ stichelte seine Mannen immer wieder an, weiterzukämpfen. Die letzten zehn Minuten hatten es dann aber in sich, erst gelang Hansa das 1:1, prompt folgte der erneute Rückstand – doch im Gegenzug der verdiente 2:2-Ausgleich durch Maximilian Ahlschwede.

Aufgeben auch bei Rückstand kurz vor Schluss? Keine Option für Erdmann und den FC Hansa. „Enttäuschung war beim 1:2 nicht da – das macht die Mannschaft aus, unseren Charakter. Wenn ich jetzt einknicke und mit hängendem Kopf zum Mittelpunkt gehe, dann kann der Trainer mich auch gleich rausnehmen, dann darf ich nicht Fußball spielen. Es macht ja mehr Spaß so, als wenn man 3:0 oder 4:0 führt. Ich glaube, die Zuschauer haben vieles geboten bekommen“, gestand er.

Zusätzliche Motivation gab es für ihn durch Keeper Marcel Schuhen: „Als ,Schuh‘ den Ball aus dem Netz geholt hat, an mir vorbei sprintete und mich gleichzeitig am Kragen packte – das ist aller Ehren wert. Das hat mich dann wieder geil gemacht, einen Zweikampf zu führen. Zack, dann hatten wir auch wieder den Ball, ,Ahli‘ macht das Tor – das ist Fußball, das ist Emotion. Ich könnte direkt wieder auf den Platz und weiterspielen, das haben die Jungs in der Kabine auch gesagt.“

Aber nicht nur wegen der Tabellensituation und der dramatischen Schlussphase war es eine besondere Partie für Dennis Erdmann. Für ihn war es ein Wiedersehen mit alten Freunden und Weggefährten. „Es war schön, wieder in Dresden zu sein. Die Choreografie war schön. Es ist immer toll, hier zu spielen. War wohl für einen längeren Zeitraum das letzte Mal, weil wir bleiben ja in der 3. Liga, Dynamo geht hoch. Aber ich freue mich, wenn ich Dynamo dann im übernächsten Jahr wieder über den Weg laufe“, so der Mittelfeldabräumer, „…dann in der zweiten Liga“, scherzt er.

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erstellt am 22.Mär.2016 | 05:00 Uhr

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