Terrorgefahr in Deutschland : Festnahmen bei Anti-Terror-Razzia in Norddeutschland

In Schleswig-Holstein und Niedersachsen wurden Flüchtlingsunterkünfte und Wohnungen durchsucht. 200 Polizisten waren im Einsatz.

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13. September 2016, 10:25 Uhr

Wiesbaden/Kiel | Bei Anti-Terror-Razzien sind am Dienstagmorgen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein drei Männer festgenommen worden. Außerdem habe man umfangreiches Material sichergestellt, sagte eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes (BKA) in Wiesbaden. Zuvor hatte die „Welt“ über die Durchsuchungen berichtet.

Laut „Welt“ durchsuchten die Beamten im Auftrag der Bundesanwaltschaft drei Flüchtlingsunterkünfte und mehrere Wohnungen. Dokumente, Handys und Datenträger sollen beschlagnahmt worden sein. Es soll sich bei den Festgenommenen um Asylbewerber aus Syrien handeln. Sie könnten Verbindungen zu der Terrorgruppe des Islamischen Staates haben.

Das Landeskriminalamt in Kiel bestätigte der Deutschen Presse-Agentur „operative Maßnahmen“ in Schleswig-Holstein. Nach dpa-Informationen war in SH der Raum Ratzeburg betroffen.

Insgesamt seien sechs Objekte durchsucht worden, sagte die Sprecherin. 200 Kräfte von Bundespolizei, BKA und den Landespolizeien seien im Einsatz gewesen. Für weitere Auskünfte verwies die Sprecherin auf die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, die sich im Laufe des Tages zu der Aktion äußern sollte.

Nach Informationen der „Welt“ ermittelte das BKA bereits seit mehreren Monaten gegen die drei Männer. Ausgangspunkt soll ein Hinweis des Bundesamtes für Verfassungsschutz auf mögliche Dschihadisten gewesen sein. Daraufhin sei beim BKA in Berlin-Treptow eine eigene Ermittlungsgruppe gegründet worden, die wochenlang Telefone abgehört und die Männer observiert habe.

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