Körper : Eine haarige Sache

Lange Haare wehen besonders gut im Wind.
Lange Haare wehen besonders gut im Wind.

Wir haben Millionen davon am Körper: Unsere Haare schützen uns und halten uns warm.

nnn.de von
04. Februar 2019, 16:41 Uhr

Sie wachsen auf unseren Armen, über unseren Augen zum Beispiel und besonders viele auch auf dem Kopf: Haare! Was es mit ihnen auf sich hat, erklärt der Fachmann Gerhard Lutz.

Aus was bestehen Haare eigentlich? „Haare bestehen aus Horn. Das ist der gleiche Stoff, aus dem auch unsere Fingernägel gemacht sind“, erklärt der Experte. Das Horn entsteht aus lebenden Zellen, die jedoch nach und nach absterben. Das bedeutet, unsere Haare sind nicht lebendig. Sie haben weder Nervenbahnen noch Blutgefäße. Das merkt man beim Haareschneiden. Oder besser: Man merkt nichts. Das Abschneiden der Haare tut ja nicht weh!

Wie entstehen die Haare? Haare bilden sich in der Haarwurzel. Fachleute sagen auch Haarzwiebel dazu. Vielleicht hast du sie schon mal gesehen. Denn wenn man sich ein Haar ausreißt, entdeckt man an dessen Ende oft einen kleinen weißen Knubbel. Das ist ein Teil der Haarwurzel. „Die Wurzel sitzt direkt unter unserer Haut, im sogenannten Fettgewebe“, erklärt Gerhard Lutz. Im Unterschied zu den Haaren ist die Haarwurzel sehr lebendig. Das merkt man, wenn man an den Haaren zieht. Das ziept dann in der Wurzel.

Wie sind Haare aufgebaut? In der Haarwurzel werden ständig neue Zellen gebildet. Die sterben aber schon nach kurzer Zeit wieder ab. Diese abgestorbenen Zellen bilden kleine Hornfäden. „Viele solcher Fäden zusammengenommen bilden dann ein Haar. Das kann man sich wie bei einem Seil vorstellen. Dabei werden viele dünne Seile zu einem großen dicken Seil zusammengefügt“, sagt der Fachmann. Nach und nach wird das Haar dann Richtung Ausgang geschoben. Von hinten kommen ständig neue Zellen nach. Das, was dann aus der Kopfhaut herausragt, nennt man Haarschaft.

Können Haare unendlich lang wachsen? Nein! Haare haben nur eine bestimmte Lebensdauer. Fachleute schätzen, dass ein Haar etwa sechs bis acht Jahre alt wird. In dieser Zeit wächst es etwa 0,35 Millimeter pro Tag, das ist etwa ein Zentimeter im Monat. Das bedeutet, Haare erreichen nur eine bestimmte Länge.

Wenn die Lebensdauer des Haares erreicht ist, fällt es ab. Aus der Wurzel schiebt sich ein neues Haar nach.

Autorin: Stefanie Paul

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