Brauch : Richtiges Osterfeuer will gelernt sein

Bald gibt es wieder viele Osterfeuer.    
Bald gibt es wieder viele Osterfeuer.    

Beim Aufschichten und Abbrennen des Holzes sollte man einige Sachen beachten.

nnn.de von
18. April 2019, 15:17 Uhr

Einige werden bereits am Karsamstag angezündet, andere erst am Ostersonntag: Osterfeuer. Bereits vor mehreren tausend Jahren zündeten die Menschen die ersten solcher Feuer an. Damit wollten sie die Sonne und das Frühjahr begrüßen. Sie hofften so auch auf eine gute Ernte. Später wurde das Feuer für die Christen zu einem Zeichen für Jesus Christus. Denn er soll Ostern von den Toten auferstanden sein. Im Laufe der Zeit entstanden dann in Deutschland viele Traditionen und Bräuche rund um das Osterfeuer.

Allerdings sind solche großen Feuer nicht ganz ungefährlich. Deshalb sollte man beim Aufschichten und später beim Abbrennen des Holzes einige Sachen beachten. „Zum Beispiel darf nur trockenes Holz verbrannt werden, Reisig oder trockene Zapfen“, erklärt Feuerwehrmann Christopher Schuster.

Abfälle, lackiertes Holz, Gummi oder Plastik haben in einem Feuer dagegen nichts zu suchen. „Und auf gar keinen Fall sollte man Spraydosen ins Feuer werfen“, sagt der Fachmann. Denn durch die Hitze können die Dosen explodieren und durch die Luft schleudern. Benzin hat im Feuer ebenfalls nichts verloren.

Beim Aufbau ist wichtig: Die Zweige und Baumstämme sollten erst kurz vor dem Abbrennen aufgeschichtet werden. Denn es sollen sich keine kleinen Tiere dazwischen verstecken wie zum Beispiel Igel, Hasen oder Vögel. Für sie könnte das Feuer sehr gefährlich werden.

Beachten sollte man auch die Windrichtung, denn der Wind kann kleine Funken davontragen, die andere Dinge entzünden. Wenn man das alles beachtet, kann man am prasselnden Feuer großen Spaß haben. In vielen Orten kümmert sich sogar die Freiwillige Feuerwehr ums Osterfeuer. dpa

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