Sport : Schiris pfeifen im Team

Eingespieltes Team:  Robert Schulze (l.) und Tobias Tönnies gingen zusammen zur Schule, spielten zusammen Handball – und arbeiten jetzt als Handball-Schiedsrichter zusammen.
Eingespieltes Team: Robert Schulze (l.) und Tobias Tönnies gingen zusammen zur Schule, spielten zusammen Handball – und arbeiten jetzt als Handball-Schiedsrichter zusammen.

Handball ist ein schnelles Spiel. Wir haben mit einem Schiedsrichter gesprochen, der bei der WM dabei ist.

nnn.de von
04. Februar 2019, 16:50 Uhr

Wer beim Handball zuschaut, muss gut aufpassen. Das gilt natürlich besonders für die Schiedsrichter. Davon gibt es beim Handball bei jedem Spiel zwei. Robert Schulze ist Schiedsrichter, auch bei der Handball-WM ist er dabei. Der 35-Jährige erzählte Silke Katenkamp, worauf es bei seinem Job besonders ankommt.

Beim Fußball gibt es einen Haupt-Schiedsrichter, beim Handball sind es zwei gleichberechtigte. Warum ist das so?

Robert Schulze: Beim Handball muss man viele Situationen beobachten und viele Entscheidungen abwägen. Es passiert viel auf einem engen Raum, denn das Spielfeld ist viel kleiner als beim Fußball.

Wie teilen Sie die Aufgaben auf?

Ein Schiedsrichter steht auf dem Feld. Er beobachtet alle Aktionen mit Ball. Der andere steht am Tor. Er beobachtet das Geschehen ohne Ball. Wenn eine Mannschaft den Ball verliert oder ein Tor wirft, dann wechseln wir: Dann wird der Torschiedsrichter zum Feldschiedsrichter und umgekehrt.

Sprechen Sie auch miteinander?

Wir sind über ein Headset miteinander verbunden. So sprechen wir die 60 Minuten des Spiels ständig miteinander, und zwar einfach und klar, damit der andere nichts missversteht.

Wie schaffen Sie es, bei so einem schnellen Spiel ständig Entscheidungen zu treffen?

Es ist wichtig, sich gut vorzubereiten, damit man weiß, was auf einen zukommt. Wir schauen uns deswegen Videos von Spielen an und trainieren so unseren Blick für Bewegungsabläufe von Spielern. Das hilft während eines Spiels vorauszuschauen.

Handball kommt manchmal ruppig rüber. Wieso wird nicht öfter abgepfiffen?

Weil Handball eine kleinere Fläche hat, geht es darum, dass die Spieler viel mehr um Raum kämpfen müssen. Das geht fast nur mit körperlichem Kontakt zum Gegenspieler. Das entscheidende aus unserer Sicht ist: Wenn die Gesundheit des Spielers beeinträchtigt ist, ist Schluss.

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