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Sport : Schmerzen beim Fußball

Neven Subotic sagt: Im Fußball werden sehr viele Schmerztabletten genommen.
Neven Subotic sagt: Im Fußball werden sehr viele Schmerztabletten genommen.

Das Knie oder der Rücken tun weh: Manche Sportler greifen oft zu Tabletten. Keine gute Idee, sagen Fachleute.

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12. Juni 2020, 15:04 Uhr

Smarties? Von den bunten Schokolinsen kann man sich beim Naschen schon mal ein paar in den Mund stecken. Doch nun hat der Bundesliga-Spieler Neven Subotic gesagt: Im Fußball würden Schmerzmittel genommen, als wären sie Smarties. Das soll heißen: ziemlich oft und ziemlich viele.

Längere Verletzungen oder auch dauerhafte Schmerzen etwa im Knie können sich die Fußballer kaum leisten. Ihre Vereine und sie selbst wollen, dass die Spieler schnell wieder fit sind und auf dem Platz stehen. Dabei sollen zur Not Schmerzmittel helfen, wie zum Beispiel Ibuprofen oder Diclofenac. „Die letzten drei, vier Jahre ging eigentlich gar nichts mehr ohne Schmerzmittel“, erzählt der ehemalige Spieler Dani Schahin. Er hörte im vergangenen Sommer mit dem Profi-Fußball auf.

Dani Schahin und Neven Subotic erzählen in einem Film des Senders ARD über ihre Erfahrungen. Dass viele Fußballer und auch andere Sportler Schmerzmittel nehmen, überrascht den Mediziner Michael A. Überall nicht. „Auch die Betreuer der Spieler wissen von dem Problem. Aber sie nehmen das in Kauf“, sagt der Schmerz-Fachmann. Denn die Medizin hilft. Doch das tut sie nicht ohne Nebenwirkungen.

Wer zu viele und zu oft Schmerzmittel schluckt, kann Probleme bekommen: zum Beispiel mit dem Blutdruck, dem Herzen, den Nieren oder dem Magen. „Viele Menschen denken jedoch, die Mittel seien harmlos“, sagt der Fachmann. Das liege zum Beispiel daran, dass man sie zum Teil einfach so in der Apotheke kaufen kann. Michael A. Überall wünscht sich, dass sich daran etwas ändert.

Auch im Sport müsste etwas passieren. „Beim Profi-Fußball geht es um gigantisch viel Geld. Da sind die Fußballer und ihr Körper sehr viel wert“, meint Michael A. Überall. Den Vereinen müsste es also wichtiger sein, dass ihre Spieler auf Dauer gesund bleiben.

Autoren: Andreas Schirmer und Rebecca Krizak, dpa

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