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Vorhersage : So entsteht der Wetterbericht

Mit Wetterstationen wie dieser messen Fachleute unter anderem die Temperatur.
Mit Wetterstationen wie dieser messen Fachleute unter anderem die Temperatur.

Regnet es morgen oder scheint die Sonne? Das versuchen Experten wie Gerhard Lux vorherzusagen.

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20. Mai 2019, 16:05 Uhr

Gerhard Lux kann in die Zukunft schauen. Er weiß fast sicher, wo morgen Wolken am Himmel zu sehen sind. Und auch, wie warm es wird und ob wir einen Regenschirm brauchen. Gerhard Lux ist Meteorologe, also Wetter-Experte. Wie er einen Wetterbericht erstellt, erzählt er Doreen Garud.

Wie kann man das Wetter vorhersagen?

Gerhard Lux: Also einfach ist es nicht, sondern ganz schön schwer. Man muss lange Meteorologie studieren, um zu begreifen, wie das Ganze funktioniert. Dazu gehört viel Mathematik und viel Physik.

Was brauchen Sie, um einen Wetterbericht zu erstellen?

Zuerst müssen wir wissen: Wie ist das Wetter jetzt gerade? Dazu bekommen wir Daten aus der ganzen Welt. Denn das Wetter macht an Grenzen nicht Halt. Gemessen wird zum Beispiel: die Lufttemperatur, die Luftfeuchte, der Luftdruck, der Wind, der Wetterzustand wie etwa Regen, Nebel oder Gewitter, die Sichtweite und so weiter. Das alles kann man mit Sensoren messen.

Wie viele solcher Mess-Stationen gibt es?

Das sind etwa 11 000 Boden-stationen weltweit. Die Erde ist aber überwiegend von Wasser bedeckt. Also haben wir viele Flugzeuge und Schiffe mit Sensoren ausgestattet, die ständig messen. Und es gibt Hunderte von Bojen, entweder fest verankert oder in den Ozeanen treibend. Im Weltraum fliegen Wetter-Satelliten, die von ganz oben gucken.

Und wie entsteht daraus jetzt die Vorhersage?

Aus diesen Wettermessungen und Beobachtungen bekommt man einen Ausgangszustand. Dann benutzen wir Modelle, genannt Simulationen, die ungefähr wie die Lufthülle unserer Erde funktionieren. Mit diesen Modellen rechnen wir in die Zukunft. Wettervorhersagen kann heute niemand mehr im Kopf oder auf einem Blatt machen, das können nur Hochleistungsrechner, also Supercomputer.

Wie genau sind Ihre Vorhersagen?

Für die ersten sieben Tage sind wir richtig gut. Anfangs liegen wir sogar in neun von zehn Fällen richtig. Mit jedem weiteren Tag wird das dann ein kleines bisschen schlechter.

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