Kinderseite_Logo_962px.JPG

Hintergrund : Ungerecht behandelt

Ich bin wichtig! Ein achtjähriges Mädchen nimmt an einem Protestmarsch teil.
1 von 2
Ich bin wichtig! Ein achtjähriges Mädchen nimmt an einem Protestmarsch teil.

Manche werden in ihrem Leben öfter unterdrückt als andere, etwa wegen ihres Aussehens. Woran liegt das?

von
12. Juni 2020, 15:01 Uhr

Stell dir vor, du sitzt im Bus: Setzen sich da manchmal Leute von dir weg? Musst du häufiger deinen Fahrschein vorzeigen als andere? Sagen Leute gemeine Dinge zu dir, einfach so? Manchen Menschen in Deutschland und anderen Ländern passiert das sehr oft, sagt eine Expertin. Sie werden ungerecht behandelt und können nichts dafür.

Einige dieser Menschen tragen ein Kopftuch, andere haben eine dunkle Haut. Vielleicht heißen sie mit Nachnamen auch Özil statt Schulze. Oder sie sind keine Christen, sondern gläubige Hindus.

Andere Leute haben dann manchmal bestimmte Vorstellungen über diese Menschen, selbst wenn sie sie gar nicht kennen. Sie denken, sie sind faul oder klauen, obwohl das gar nicht stimmt, erklärt die Expertin.

Das nennt man Rassismus. „Das sind Vorstellungen, die von Menschen gemacht sind, um andere zu unterdrücken“, sagt die Expertin.

Das macht den Betroffenen nicht nur im Bus Probleme. Sie berichten auch, dass sie schlechtere Noten kriegen, ohne Grund von der Polizei kontrolliert werden oder schwieriger eine Wohnung bekommen.

Aber was kann man dagegen tun? Die Leute, die nicht von Rassismus betroffen sind, sollten sich fragen: Trage ich vielleicht unabsichtlich trotzdem dazu bei? Denn das Gute ist: Weil das Problem von Menschen gemacht ist, können wir Menschen es auch ändern. Denn es ist wichtig, etwas gegen diese Ungerechtigkeiten zu sagen.

Das findet auch die Moderatorin Shary Reeves. Du kennst sie vielleicht aus der Sendung „Wissen macht Ah!“. Sie sagte in einer Fernsehsendung: Mit Rassismus müssen wir uns alle auseinandersetzen. „Auch wenn’s wehtut“. In der Sendung haben einige Menschen von ihren Erlebnissen erzählt.

Über das Thema reden gerade viele Leute, weil ein schwarzer Mann in den USA starb, nachdem Polizisten ihm Gewalt angetan hatten. Die Menschen hoffen nun, dass ihre Erfahrungen und das Erzählen helfen, dass sich etwas ändert.

Autor: David Langenbein, dpa

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen