Biologie : Winzige Fabriken in dir

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Zellen sind die Bausteine, aus denen Lebewesen bestehen – und sie übernehmen wichtige Aufgaben.

nnn.de von
03. Juli 2019, 14:29 Uhr

Ein Haus ist aus vielen einzelnen Steinen zusammengebaut. Und wir Menschen bestehen aus vielen einzelnen Zellen. Zellen sind also die Bausteine, aus denen Lebewesen gemacht sind. Sie sind meist viel zu klein, um sie mit bloßem Auge zu erkennen. Manche Lebewesen bestehen aus nur einer Zelle. Pflanzen, Tiere und wir Menschen bestehen dagegen aus sehr vielen.

Jede Zelle kann für sich selbst überleben. Doch in unserem Körper arbeiten sie zusammen und erfüllen bestimmte Aufgaben. Zellen geben zum Beispiel vor, wie wir aussehen. Sie nehmen wichtige Stoffe aus unserer Nahrung auf und verwandeln sie in Energie.

Muskel-Zellen etwa sorgen für Bewegung, Nerven-Zellen leiten Signale durch den Körper. Sinnes-Zellen nehmen unsere Umgebung wahr, Blut-Zellen befördern Sauerstoff durch unseren Körper, und so weiter.

Obwohl Zellen verschieden aussehen, sind sie doch recht ähnlich aufgebaut. In ihnen stecken Bauteile, die jeweils eigene Aufgaben haben. Diese Bauteile werden auch Organellen genannt. Sie haben merkwürdige Namen. Hier erfährst du einiges über sie.

Eine Zelle wird von einer Membran umschlossen. Das ist eine dünne Wand, die die Zelle nach außen abgrenzt. In der Membran ist eine Art Gelee, das Zytoplasma genannt. Darin schwimmen weitere Bauteile.

Die Zellen von Mehrzellern haben einen Zellkern. Der ist sozusagen der Computer einer Zelle. Er bestimmt, was die Zelle zu tun hat. Denn in ihm steckt unser Erbgut. Man könnte es auch den Bauplan des Lebens nennen. Der Zellkern kann den Bauplan lesen und verwalten.

Sogenannte Mi-to-chon-dri-en sind die Kraftwerke in einer Zelle. Sie erzeugen Energie. Dafür brauchen sie etwa Zucker aus der Nahrung und Sauerstoff aus der Luft, die wir atmen. Eine weitere Organelle stellt die Stoffe her, die eine Zelle benötigt. Sie hat einen tollen Namen: En-do-plas-ma-tisch-es Re-ti-ku-lum, abgekürzt einfach ER. Die Organelle, die die Stoffe aus dem ER sortiert und verteilt, heißt Golgi-Apparat.

Eine Zelle ist also eine Art winzige Fabrik, in der Maschinen zusammenarbeiten. Eine Zelle kann sich auch teilen und wachsen. In so einem mehrzelligen Lebewesen verknüpfen sich Zellen gleicher Art und Funktion zu einem Gewebe. Viel Gewebe kann ein Organ ergeben. Aus dem Zusammenschluss von Organen und Geweben entstehen Lebewesen: etwa Tiere oder wir Menschen.

Autor: Philipp Brandstädter, dpa

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