Unterschätzte Gefahr : Die vergebliche Suche nach den Sternen

Die Milchstraße am klaren Nachthimmel über Fehmarn. /dpa
Die Milchstraße am klaren Nachthimmel über Fehmarn. /dpa

Die Lichtverschmutzung der Zivilisation ist schuld: Viele junge Leute in Deutschland haben noch die die Milchstraße gesehen.

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03. Dezember 2019, 17:24 Uhr

Fast die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland hat nach eigenen Angaben noch nie die Milchstraße gesehen. Das ist auch kein Wunder, denn inzwischen lässt immer mehr künstliches Licht nachts den Sternenhimmel verblassen.

«Lichtverschmutzung» nennt man dieses Phänomen, dem sich Annette Krop-Benesch in ihrem Buch «Licht aus!?» widmet. Dabei spannt sie einen weiten Bogen. So nimmt sie uns mit auf eine Reise durch die Geschichte der Beleuchtung. Sie untersucht die Frage, wie sich Licht und Dunkelheit auf den menschlichen Biorhythmus und die Tierwelt auswirken. Und nicht zuletzt geht es um das Thema Energieeffizienz. Die Autorin will dabei die Menschheit keineswegs ins dunkle Mittelalter zurückbeamen, vielmehr plädiert sie für Vernunft und Augenmaß.

Schon kleine Dinge wie das richtige Leuchtendesgin könnten helfen, übermäßige Lichtverschmutzung zu vermeiden. Wer übrigens die Milchstraße einmal in ihrer ganzen Pracht erleben will, dem legt sie die vier deutschen «Sternenparks» etwas abseits der Zivilisation ans Herz.

- Annette Krop-Benesch: Licht aus!? Lichtverschmutzung – die unterschätzte Gefahr, Rowohlt Verlag, Hamburg, 256 Seiten, 12,00 Euro, ISBN 978-3-499-63448-2.

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