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Malow 14-Jährige setzt mit Heizstrahler Sofa in Brand

Von Michael-Günther Bölsche | 23.06.2015, 13:09 Uhr

Eine Jugendliche in Malow wollte sich nur ein wenig wärmen, plötzlich stand das Wohnzimmer in Flammen.

Ein Wohnhausbrand sorgte heute früh in dem kleinen Ort Malow für einen umfangreichen Feuerwehreinsatz. Eine 14-jährige Jugendliche wurde leicht verletzt.

In Malow bei Tessenow waren heute früh 30 Kameraden von drei Feuerwehren und einer Löschgruppe im Einsatz. Aus einem Einfamilienhaus wurde gegen 6.30 Uhr starke Rauchentwicklung gemeldet. Als die ersten Kameraden aus Tessenow eintrafen, drang der Rauch bereits aus dem Dachbereich und im Erdgeschoss wütete das Feuer.

„Zum Glück war keine Person mehr im Gebäude und wir konnten, unter Atemschutz agierend, sofort mit der Brandbekämpfung beginnen“, sagt Einsatzleiter Christian Ahrens. 30 Kameraden der Feuerwehren Tessenow und der Löschgruppe Poltnitz sowie der Wehren aus Marnitz und Suckow waren im Einsatz. Auch wenn die Einsatzkräfte  das Feuer relativ schnell unter Kontrolle brachten, konnten sie ein Ausbrennen der unteren Etage, speziell des Wohnzimmers, nicht verhindern.

„Alles ist verkohlt, verrußt und verqualmt - das ist unbewohnbar“, so Bürgermeister Reinhard Müller, der sich  ebenfalls umgehend zur Einsatzstelle begeben hatte. Die Hauseigentümerin war bereits auf dem Weg zur Arbeit und im Haus befand sich nur die 14-jährige Tochter, die wegen des Verdachts einer Rauchvergiftung in die Parchimer Asklepios Klinik eingeliefert wurde.

Als Brandursache kommt nach ersten Ermittlungen möglicherweise ein Heizstrahler in Frage, der mit Propangas betrieben wurde und sich im Wohnzimmer befand. So könnte nach Polizeiangaben die Sitzgarnitur in Brand geraten sein und damit das Feuer ausgelöst haben. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen dazu aufgenommen. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 50 000 bis 60 000 Euro geschätzt.

Die betroffene Familie, so der Bürgermeister, kommt vorübergehend bei Verwandten unter. Das Gemeindeoberhaupt lobte den schnellen Einsatz der Feuerwehr. „So konnte ein weiteres Übergreifen auf den Dachstuhl oder auf die benachbarte Haushälfte verhindert werden“, sagt Müller. Ein weiterer Vorteil war, dass sich nur wenige Meter vom Haus entfernt ein Hydrant befindet, aus dem das benötigte Löschwasser entnommen werden konnte.