Die Höhle der Löwen 2018 : Aspira-Clip: Ein Nasenring für die Vox-"Löwen"

Löwen mit Nasenring: Ralf Dümmel erprobt in der zehnten Folge von 'Die Höhle der Löwen' den Inhalator Aspira Clip.
Löwen mit Nasenring: Ralf Dümmel erprobt in der zehnten Folge von "Die Höhle der Löwen" den Inhalator Aspira Clip.

Die Investoren der "Höhle der Löwen" kommen an den Nasenring. Was taugt der Aspira-Clip? Und wieso heißt er jetzt Aspura?

nnn.de von
05. November 2018, 14:48 Uhr

Berlin | Futter für vegane Hunde, Bio-Grillkohle und die Müllpresse für daheim: Auch in der zehnten Folge bietet die Vox-Show "Die Höhle der Löwen" verblüffende Produktideen. Eine davon haben wir schon getestet: den ätherisch duftenden Nasenring Aspira Clip. Vox zeigt die Episode am Dienstag, dem 6. November, ab 20.15 Uhr.

Was ist der Aspira-Nasenclip?

Immer und überall inhalieren können: Das ist das Versprechen des Aspira-Clips, eines mit ätherischen Ölen gefüllten Silikonrings, den man sich direkt in die Nase stecken kann. Bislang gibt es ihn in drei Rezepturen, die wahlweise Erkältungsbeschwerden oder Kopfschmerz und Übelkeit lindern oder bei Einschlafstörungen helfen sollen. Dank einer luftdichten Verpackung kann man den 6,99 Euro teuren Clip drei Wochen lang nutzen – wenn man ihn täglich nicht länger als ein bis zwei Stunden in der Nase hat. (Warnung der Verbraucherschützer: "Die Höhle der Löwen" in der Kritik)

Wie fühlt sich so der Aspira-Clip an?

Mein erster Verdacht war, dass der Aspira-Clip nichts anders leistet als guter Strich Atembalsam auf der Oberlippe. Tatsächlich fand ich es dann aber sehr angenehm, dass man den Clip schnell verschwinden lassen kann, wenn beispielsweise der Paketbote klingelt. Mit einer fettigen Lippe fühlt man sich in der Öffentlichkeit ja immer gleich viel infektiöser. Im Büro oder in der Bahn dürften den Clip vorerst trotzdem nur Exzentriker tragen; gerade bei erkälteten Menschen wirkt es irritierend, wenn ihnen was aus der Nase hängt. Ein interessanter Nebeneffekt: Wenn man die Minz- oder Eukalyptus-Version tatsächlich mal zwei Stunden trägt, gewöhnt die Nase sich so sehr daran, dass ohne Ring auf einmal alles anders riecht. Als ich das Frische-Doping abgesetzt hatte, schien mir meine eigene Wohnung auf Anhieb wie eine üble Kloake zu riechen – das allerdings nur wenige Minuten. Zu kurz also, um mich zum Putzen zu zwingen, was selbstverständlich immer nötig ist.

Aspira heißt inzwischen Aspura

Etwas überraschend ist, dass der Aspira-Clip schon vor dem Ausstrahlungstermin gar nicht mehr so heißt. Auf der Website ist stattdessen vom Aspura-Clip die Rede. Vielleicht liegt es nur daran, dass das neu hinzugekommene "U" jetzt durch das Symbol des Nasenrings ersetzt werden kann. Vielleicht ist auch aufgefallen, dass "Spirare" zwar das lateinische Wort für "atmen" ist, von "Aspiration" aber dann gesprochen wird, wenn man versehentlich Fremdkörper einatmet. Und das möchte mit dem Aspira- bzw. Aspura-Clip natürlich niemand ausprobieren. (Eatapple: Auch die Bio-Halm-Gründer tauften ihr Produkt nach dem Vox-Auftritt um)

Die weiteren Produktideen aus Folge 10 der „Höhle der Löwen“ stellt Vox in einer Pressemitteilung vor, die wir hier gekürzt wiedergeben.

prezit: Aufgewachsen in einer siebenköpfigen Familie nervte Alex Baechler vor allem ein Problem: der immer volle Mülleimer. 2015 hatte der Maschinenbauingenieur dann die Idee zu "prezit”, einem Abfalleimer mit Komprimierfunktion. Hier muss man nicht mehr mit der Hand pressen, sondern sich nur auf den geschlossenen Eimer stellen. Durch ein Arretiersystem verbleibt der "prezit” in der gepressten Position – Kraft und Pressdauer sorgen dafür, dass der Inhalt verformt bleibt. In den Müllsack passt dadurch zwei- bis dreimal soviel. Im zweiten Schritt hat 32-jährige Schweizer ein komplettes System mit einer Auszugschublade entwickelt, in die der "prezit” integriert ist. Um sein Produkt am Markt einzuführen benötigt er 125.000 Euro und einen starken "Löwen” an seiner Seite. Dafür bietet Baechler 25 Prozent seiner Firmenanteile.

NERO Grillkohle: Aaron Armah (Bauingenieur) und Jakob Hemmers (Informatiker) präsentieren die weltweit einzige Grillkohle mit Bio-Zertifizierung aus heimischen Wäldern. "Jedes Jahr werden in Südamerika und Afrika hunderttausende Tonnen Tropenholz abgeholzt und irrsinnigerweise einmal um die Welt transportiert, um dann bei uns im Grill auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden”, sagt Armah. Zusammen mit Jakob Hemmers kauft er nun heimisches Holz in bio-zertifizierten Forstbetrieben und produziert seine Kohle im modernsten Holzkohlewerk Europas. Innerhalb eines Jahres konnten sie ihr Produkt in über 700 Märkten in Deutschland, Österreich und Luxemburg platzieren. Auf diesen Erfolg möchten sie aufbauen und haben eine ganze Markenwelt zum Thema Grillen entwickelt. Ihr Angebot: 100.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

Vegdog: Tessa Zaune-Figlar, Valerie Hansen und Lisa Walther bringen ihren Rüden Nelson mit zu Vox. Der Hund litt jahrelang unter einer Futtermittelunverträglichkeit, die sich vor allem durch Magen-Darm-Probleme und Hautjucken äußerte. Hypoallergene Futtersorten half nicht. Auf Rat der Tierärztin verzichtete die Hundehalterin Tessa bein Füttern dann auf tierisches Eiweiß. Nach vier Wochen war Nelson beschwerdefrei, seit sieben Jahren lebt er vegan – und Tessa hatte beim Kochen das erste vegane und getreidefreie Alleinfuttermittel für Hunde erprobt. Entwickelt wurde es in einer einjährigen Entwicklungsphase mit Fachtierärzten und Fachlaboren. Die unterschiedlichen Futtersorten versorgen den Hund mit allen essentiellen Nährstoffen und sind bedarfsdeckend. Es werden nur regionale, hochqualitative Zutaten verwendet, die schonend und unter Einhaltung der höchsten Qualitätsstandards verarbeitet werden. "VEGDOG” ist frei von Lock-, Farb-, und Konservierungsstoffen und verzichtet auf Tierversuche. Jetzt möchten die drei Gründerinnen ihr Produkt groß machen. Dafür benötigen sie 150.000 Euro und bieten den "Löwen” zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

Calimoto: Luca Osten, Sebastian Dambeck und Hans-Joachim Allenfort haben eine Navigations-App entwickelt, die die Bedürfnisse von Motorradfahrern versteht und auf das optimale Fahrerlebnis ausgelegt ist. "Calimoto” zeigt dem Nutzer die Strecke mit den interessantesten Kurven an und so auch mit dem größten Fahrspaß. Dazu lassen sich in der App Trips planen oder Touren mit Geschwindigkeit, Höhenmeter und Schräglage aufzeichnen. Um in Europa und in die USA zu expandieren, benötigen die Gründer 650.000 Euro und bieten dafür für zehn Prozent an ihrer Firma an.

LAZYS: "Be crazy, go lazy” – sagen die Ski-Fans Marcus Maaßen und Jens Willecke. Eins hat sie immer gestört: Das Gehen und Stehen mit den Skischuhen. Die haben durch ihre Konstruktion zwei grundsätzliche Probleme. "Durch die Vorneigung, die etwa 15 Grad beträgt, kann man nicht aufrecht stehen und dadurch werden dauerhaft die Oberschenkel- und Gesäßmuskeln belastet”, so Jens Willecke aus Soest und erklärt weiter: "Das zweite Problem ist, dass der Skischuh im Gelenk steif und die Sohle darunter eben ist. Darum hat man beim Gehen keine natürlich Abrollbewegung.” Ihr "LAZYS”-Aufsatz macht den Skischuh zum Turnschuh. Durch einfaches Aufstecken lässt dieser sich schnell anbringen und ist mit einer Anti-Rutschsohle ausgestattet. Um ihr Produkt auf dem Markt einzuführen, benötigen sie 120.000 Euro. Dafür bieten sie 20 Prozent ihrer Firmenanteile.

Ein Wiedersehen gibt es mit Kanokporn und Michael Holtsch von "Pook” aus Berlin, die einen Deal mit Ralf Dümmel abschließen konnten. Außerdem berichten die Gründer Malte Steiert und Finn Fahrenkrug von "Foodguide” aus Hamburg (Deal mit Carsten Maschmeyer in Staffel 4), was sie seit der Ausstrahlung erlebt haben.

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