Drama in Augsburg : Gruppenangriff in Augsburg: Todesopfer war 49-jähriger Feuerwehrmann

Am Königsplatz in Augsburg trauern Ferwehrleute am Tatort.
Am Königsplatz in Augsburg trauern Ferwehrleute am Tatort.

Zwei Ehepaare waren mit einer Gruppe sieben junger Männer in einen Streit geraten. Die Täter sind auf der Flucht.

von
07. Dezember 2019, 14:46 Uhr

Augsburg | Bei einem Streit mit einer Gruppe junger Männer war in der Augsburger Innenstadt am Freitagabend ein 49 Jahre alter Mann angegriffen und getötet worden. Zusammen mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar war das spätere Opfer in der Innenstadt unterwegs, als sie auf die Gruppe stießen. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, kam es aus noch unbekannter Ursache zum Streit. Die Täter sind flüchtig.

Öffentliche Fahndung noch am Sonntag?

Der Sprecher sagte weiter: "Zur Täterbeschreibung und zu den Zeugenaussagen nennen wir aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit keine Details." Möglicherweise gehen die Ermittler aber noch im Laufe des Tages mit sichergestelltem Bild- und Video-Material an die Öffentlichkeit, um den Fahndungsdruck auf die flüchtigen Täter zu erhöhen.

Die Kripo richtete eine 20-köpfige Ermittlungsgruppe ein. Die Ehefrau des Opfers, die die Attacke auf ihren Mann mitansehen musste, konnte wegen ihres psychischen Zustandes bisher noch nicht vernommen werden, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte.

Augsburg: Opfer war Berufsfeuerwehrmann

Das 49-jährige Opfer, ein Berufsfeuerwehrmann aus Augsburg, war am Freitagabend bei einem Streit mit einer Gruppe von jungen Männern angegriffen und getötet worden. Zusammen mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar war der 49-Jährige in der Innenstadt unterwegs, als sie auf die Gruppe stießen.



Nach der tödlichen Attacke herrschte in der Stadt Trauer und Entsetzen. Am Tatort, dem zentralen Königsplatz, legten Menschen seit Samstagabend Blumen nieder, Kerzen und Grablichter brannten. Feuerwehrmänner trauerten vor Ort.

Foto: dpa/Stefan Puchner
dpa/Stefan Puchner
Foto: dpa/Stefan Puchner


Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) zeigte sich bestürzt über die Tat. Die Stadt sei Schauplatz einer folgenschweren Gewalttat geworden, schrieb er auf seiner Facebook-Seite.



Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte am Sonntag im Bayerischen Fernsehen: "Was mich wirklich aufgewühlt hat, ist, dass in Augsburg ein friedfertiger Bürger totgeschlagen wurde, schlichtweg totgeschlagen wurde. So etwas wühlt mich auf."

Tathergang kaum bekannt

Zum Tathergang ist bisher nur bekannt, dass einer der jungen Männer aus der Gruppe dem Opfer gegen den Kopf schlug. Der 49-Jährige stürzte und blieb am Boden liegen. Auch der 50-jährige Begleiter wurde geschlagen und im Gesicht verletzt, die Frauen wurden dagegen nicht angegangen. Notärzte versuchten noch, den 49-Jährigen wiederzubeleben – jedoch ohne Erfolg: Der Mann starb noch im Rettungswagen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen