Jugendliche und junge Erwachsene betroffen : Behörden prüfen: E-Zigaretten Auslöser für rätselhafte Lungenerkrankung?

Über die Langzeitfolgen des regelmäßigen Konsums von E-Zigaretten ist bislang wenig bekannt.
Über die Langzeitfolgen des regelmäßigen Konsums von E-Zigaretten ist bislang wenig bekannt.

In den USA stellt eine neue Lungenerkrankung Ärzte vor Rätsel. Behörden prüfen derzeit knapp 100 Fälle.

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20. August 2019, 11:51 Uhr

Washington | Über die Langzeitfolgen des regelmäßigen Konsums von E-Zigaretten ist bislang wenig bekannt. Grundsätzlich gilt die elektronische Variante im Vergleich zu herkömmlichen Kippen aufgrund des deutlich geringeren Gehalts krebserregender Stoffe als weit weniger gesundheitsschädlich. Eine bislang unentdeckte Lungenerkrankung stellt Ärzte in den USA aktuell jedoch vor Rätsel. Die Seuchenbehörde "Center for Disease Control and Prevention (CDC)" prüft laut Informationen der Washington Post derzeit rund 100 Krankheitsfälle in 14 Bundesstaaten, die insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufgetreten sind.

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Gegenüber der Washington Post berichtet ein Patient unter anderem von Atemnot, starkem Husten und Herzrasen. Andere Symptome sollen laut Behördenangaben auch Schmerzen in der Brust, Fieber, Übelkeit oder Durchfall sein. Viele Patienten wurden demzufolge ins Krankenhaus eingeliefert, einige liegen auf der Intensivstation und müssen sogar künstlich beatmet werden.

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Noch ist unklar, ob ein und dieselbe Erkrankung hinter den Symptomen steckt, was genau sie verursacht haben könnte und ob eine vollständige Genesung erfolge. Auffällig sei jedoch, dass sich die Fälle ähnelten und Betroffene zuvor E-Zigaretten konsumiert hatten. Um eine Infektionskrankheit handele es sich nicht, die Behörden sprechen jedoch von einer ernsthaften und potenziell gefährlichen Erkrankung.

Vergleichbare Fälle aus Deutschland noch nicht bekannt

In erster Linie bedarf es laut Behörden nun einer Klärung, ob möglicherweise ein bestimmtes Produkt, bestimmte Inhaltsstoffe oder die Verdampfer selbst verantwortlich für die Beschwerden sein könnten. Den Untersuchungen zufolge hätten die Patienten verschiedene Liquids konsumiert, darunter nikotinhaltige aber auch Produkte zum Selbermischen. Derweil teilte der marktführende Hersteller von E-Zigaretten, Juul, mit, man prüfe "die Berichte wie alle gesundheitsbezogenen Zwischenfälle, die mit der Verwendung von E-Zigaretten in Verbindung stehen könnten."

Vergleichbare Fälle aus Deutschland sind noch nicht bekannt. In den USA ist der Konsum von E-Zigaretten aktuell weitaus verbreiteter, als hierzulande. Auch unterliegt dieser beispielsweise im Vergleich zur EU anderen Bestimmungen – so können Produkte unter anderem deutlich mehr Nikotin enthalten.

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