Zwei Taucher an Bord : Tiefseeunfall: U-Boot soll Wrack der "Titanic" gerammt haben

Im Panometer in Leipzig ist ein Bild des 'Titanic'-Wracks vom Berliner Maler und Künstler Yadegar Asisi zu sehen. Das Wrack liegt am Meeresboden in 3800 Meter Tiefe.
Im Panometer in Leipzig ist ein Bild des "Titanic"-Wracks vom Berliner Maler und Künstler Yadegar Asisi zu sehen. Das Wrack liegt am Meeresboden in 3800 Meter Tiefe.

Der Vorfall während einer Forschungsexpedition hat sich Berichten zufolge schon vor mehreren Monaten ereignet.

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31. Januar 2020, 07:56 Uhr

Ein kleines Forschungs-U-Boot hat laut Medienberichten bei einem Tauchgang das Wrack der 1912 gesunkenen "Titanic" gerammt. Der Vorfall ereignete sich schon vor einem halben Jahr, wurde aber erst jetzt bekannt, wie die "Washington Post" schrieb. Demnach wurde das U-Boot bei einem von mehreren Tauchgängen zwischen dem 29. Juli und dem 4. August vorigen Jahres plötzlich von einer starken und unvorhersehbaren Strömung erfasst und gegen das Wrack gestoßen. An Bord des U-Boots waren zwei Personen.

Britischen Medienberichten zufolge geschah der Unfall bei einer Expedition des Unternehmens "EYOS". Demnach wollten britische Wissenschaftler der Newcastle University Bilder für eine Doku-Serie drehen. Am U-Boot habe man später einen Rostfleck entdeckt, der Schaden am "Titanic"-Rumpf sei "klein", berichten die Wissenschaftler.

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Gerichtsverhandlung macht Unfall öffentlich

Ans Licht kam der Tiefseeunfall nun über eine Gerichtsverhandlung im US-Bundesstaat Virginia. Das Unternehmen RMS Titanic Inc. (RMST) verlangt demnach die Herausgabe des Videomaterials zu dem Tauchgang. Es hält laut "Washington Post" die alleinigen Rechte, Gegenstände von dem Wrack zu entfernen. RMST warf dem Expeditionsunternehmen und der zuständigen US-Meeresbehörde NOAA nun vor, nicht informiert worden zu sein.

Der Luxusdampfer 'Titanic' war bei seiner Jungfernfahrt über den Atlantik gesunken. Foto: dpa/Epa
Der Luxusdampfer "Titanic" war bei seiner Jungfernfahrt über den Atlantik gesunken. Foto: dpa/Epa


Der Luxusdampfer "Titanic" war in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 auf seiner Jungfernfahrt von Southampton in England nach New York mit einem Eisberg zusammengestoßen und gesunken. Rund 1500 der mehr als 2200 Menschen an Bord ertranken. Das Wrack wurde 1985 südöstlich der kanadischen Provinz Neufundland in rund 3800 Metern Meerestiefe gefunden.

Voriges Jahr wurde berichtet, dass Teile des Wracks bald zusammenbrechen könnten. RMST will laut "Washington Post" jetzt einen Telegrafen bergen, mit dem seinerzeit ein Notruf abgesetzt wurde. Dazu müsste es aber einen Teil des Rumpf aufbrechen, was die NOAA bisher nicht genehmigt habe, hieß es.

Weiterlesen: Von Titanic bis Costa Concordia – die schlimmsten Schiffsunglücke

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