Polizei: "Militantes, islamistisches Motiv" : Großer Anti-Terror-Einsatz in Dänemark – rund 20 Festnahmen

Die dänische Polizei hat bei einem großen Anti-Terror-Einsatz an verschiedenen Orten im Land insgesamt rund 20 Verdächtige festgenommen.
Die dänische Polizei hat bei einem großen Anti-Terror-Einsatz an verschiedenen Orten im Land insgesamt rund 20 Verdächtige festgenommen.

Die Festgenommenen stehen im Verdacht, Utensilien zur Herstellung von Sprengstoff beschafft zu haben.

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11. Dezember 2019, 18:06 Uhr

Kopenhagen | Die dänische Polizei hat bei einem großen Anti-Terror-Einsatz an verschiedenen Orten im Land insgesamt rund 20 Verdächtige festgenommen. Die Festgenommenen stehen im Verdacht, Utensilien zur Herstellung von Sprengstoff beschafft sowie versucht zu haben, an Schusswaffen zu gelangen, wie die Kopenhagener Polizei und der dänische Inlandsnachrichtendienst PET am Mittwoch bekanntgaben. Mehreren von ihnen werde Terrorismus vorgeworfen, sagte Kopenhagens Polizeichef Jørgen Bergen Skov am frühen Abend vor Journalisten. Auf freiem Fuß befinde sich keiner mehr. Insgesamt durchsuchten die Ermittler am Mittwoch rund 20 Adressen in mehreren Teilen Dänemarks.

Die Polizei führte unter anderem Durchsuchungen in einem Wohnheim in Stormgade in Aalborg durch. Foto: dpa/Henning Bagger/Ritzau Scanpix/AP
dpa/Henning Bagger/Ritzau Scanpix/AP
Die Polizei führte unter anderem Durchsuchungen in einem Wohnheim in Stormgade in Aalborg durch. Foto: dpa/Henning Bagger/Ritzau Scanpix/AP


Nach Polizeiangaben bestand der Verdacht, dass ein Terrorangriff mit einem "militanten, islamistischen Motiv" vorbereitet werde. Mehrere der Verdächtige sollten am Donnerstag voraussichtlich hinter verschlossenen Türen Haftrichtern vorgeführt werden, wie Skov sagte. Der operative PET-Leiter Flemming Drejer ergänzte, dass sich an der Bewertung der als ernsthaft eingestuften Terrorgefahr in Dänemark nichts ändere.

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