Sexualverbrechen an junger Frau : Mutmaßliche Vergewaltiger: Mülheim prüft Rückführung von Bulgaren

In der Nähe dieses Spielplatzes soll eine junge Frau von einer Gruppe Jugendlicher überfallen und sexuell missbraucht worden sein.
In der Nähe dieses Spielplatzes soll eine junge Frau von einer Gruppe Jugendlicher überfallen und sexuell missbraucht worden sein.

Minderjährige Bulgaren sollen in Mühlheim in NRW eine junge Frau vergewaltigt haben.

nnn.de von
11. Juli 2019, 15:49 Uhr

Mülheim | Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung einer 18-jährigen Frau durch fünf Kinder und Jugendliche in Mülheim an der Ruhr prüft die Stadt eine Rückführung der betroffenen Familien in ihr Herkunftsland Bulgarien. Grundsätzlich stehe auch im Raum, die Kinder aus den Familien zu nehmen, berichtete die "Neue Westfälische".

"Und wir prüfen auch, ob wir die Freizügigkeit dieser Familien einschränken können und eine Rückführung in ihr Herkunftsland möglich ist", sagte der Mülheimer Stadtsprecher Volker Wiebels der Zeitung. "Wir begleiten mittlerweile alle Familien in einem sehr engen Kontakt durch das Jugendamt". Den Mitarbeitern des Jugendamts stünden "viele Instrumente zur Verfügung". "Sie müssen aber genau prüfen, welche jetzt zur Anwendung kommen", sagte Wiebels.

Das Jugendamt habe sich nun in den Wohnungen der Familien ein Bild davon gemacht, dass das Kindeswohl der Verdächtigen und ihrer Geschwister nicht gefährdet sei. "Wir werden jetzt individuell für jede Familie Hilfestellungen anbieten." Die Familien sollen "engmaschig" betreut werden. Denkbar seien etwa Beratungsgespräche, psychologische Betreuung oder Familienhilfe zur Alltagsbegleitung.

Einer der mutmaßlichen Täter in Untersuchungshaft

Insgesamt für Jugendliche im Alter von 14 und zwei 12-Jährige stehen im Verdacht, die junge Frau am Freitagabend in Mülheim in einem Waldstück vergewaltigt zu haben. Bei allen handelt es sich nach Polizeiangaben um bulgarische Staatsangehörige.

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Gegen einen der 14-Jährigen war wegen Wiederholungsgefahr Untersuchungshaft angeordnet worden. Er soll in der Vergangenheit in noch strafunmündigem Alter wegen zwei sexuellen Belästigungen aufgefallen sein, hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt.

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