Motiv mit Sophia Thomalla : Deutscher Werberat verurteilt Media-Markt-Kampagne als "sexistisch"

Die beanstandete Werbung mit Schauspielerin Sophia Thomalla.
Die beanstandete Werbung mit Schauspielerin Sophia Thomalla.

Das Motiv mit Schauspielerin Sophia Thomalla sei "sexistisch" und "gesellschaftlich inakzeptabel".

nnn.de von
20. November 2018, 16:59 Uhr

Berlin | Dass Sophia Thomalla durch aufreizende und nur spärlich vorhandene Bekleidung auffällt, ist keine Seltenheit. Doch mit ihrer Rolle für eine Media-Markt-Kampagne unter dem Hashtag #Männertage löste die 29-Jährige in sozialen Netzwerken kürzlich eine Welle der Empörung aus. Viele Nutzer warfen ihr und der Elektrohandelskette Sexismus vor.

Weiterlesen: Warum diese Media-Markt-Kampagne für Kritik im Netz sorgt

Der Grund: Auf dem besagten Plakat, das vom 6. bis 12. November in zahlreichen deutschen Städten hing, ist Thomalla in einer kurzen Bluse zu sehen und wird mit folgendem Spruch zitiert: "An diesen Tagen streichelt er einfach alles, was Knöpfe hat."

Auf die Kritik äußerte sich das Unternehmen relativ unbesorgt "Die Kampagne soll ganz im Sinne des Media Markt Mottos „Hauptsache Ihr habt Spaß“ ausschließlich Spaß machen und Unterhaltung bereiten", hieß es von einer Unternehmenssprecherin.

Verhalten, Frauen an die Brüste zu fassen, wird verharmlost

Der Deutsche Werberat hingegen versteht beim Thema Sexismus keinen Spaß. "Wir haben das Motiv beanstandet, weil es als sexistisch zu bewerten ist", sagt Werberat-Geschäftsführerin Julia Busse." Es werde der Eindruck erweckt, dass es in Ordnung sei, Frauen an die Brüste zu fassen. "Dieses Verhalten wird mit dem Motiv verharmlost."

Media Markt: "Tut uns leid"

Von Media Markt gab es nun immerhin eine kleine Entschuldigung: "Wir haben stets die Erfahrung gemacht, und so ist es auch bei den Männertagen der Fall, dass die Menschen in Deutschland den Humor von MediaMarkt so verstehen, wie er gemeint ist: manchmal provozierend und sicherlich auch polarisierend, aber immer mit einem deutlichen Augenzwinkern verbunden. Dass einzelne Elemente der Kampagne dennoch teilweise für Verärgerung gesorgt haben, tut uns leid. Nichts liegt uns ferner, als bestimmte Personen oder Personengruppen zu diskriminieren", so eine Sprecherin.

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