Neun Jahre Haft : Zahnärztin tötet Ehemann mit mittelalterlichem Folterinstrument

Die Frau wurde zu neun Jahren Haft verurteilt.
Die Frau wurde zu neun Jahren Haft verurteilt.

Ihre Verteidiger hatten noch auf Notwehr plädiert.

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29. Mai 2020, 20:33 Uhr

Regensburg | Am Ende eines publikumsträchtigen Prozesses ist eine Münchner Zahnärztin für die Tötung ihres Mannes zu einer neunjährigen Haftstrafe wegen Totschlags verurteilt worden. Die Frau hatte sich auf Notwehr berufen – eine Version, der das Gericht keinen Glauben schenkte, wie der Vorsitzende Richter Michael Hammer am Freitag vor dem Landgericht Regensburg sagte.

Auf Notwehr plädiert

Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft sollte die Frau wegen Mordes aus Habgier lebenslang in Haft. Laut Anklage tötete sie ihren Mann, um im Falle einer Scheidung keine finanziellen Verpflichtungen gegenüber ihm zu haben. Die Verteidigung hatte auf Notwehr und Freispruch beziehungsweise auf fünf Jahre Haft für Totschlag in einem minderschweren Fall plädiert.

Eine Garrottte wurde vor allem von französischen Kriminellen im 19. und 20. Jahrhundert benutzt.
imago images/United Archives International
Eine Garrottte wurde vor allem von französischen Kriminellen im 19. und 20. Jahrhundert benutzt.


Im November 2018 hatte die gebürtige US-Amerikanerin ihren Ehemann, einen Briten, in der gemeinsamen Villa in Laberweinting mit einem Folterwerkzeug -– einer Garrotte – getötet. Die Leiche des Mannes war kurz nach der Tat in einem Wald in Tschechien gefunden worden. Dem Toten fehlten die Zähne, was die Identifizierung erschwerte.

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