Baumsterben : Miniermotte gibt Kastanien nicht den Todesstoß

Rosskastanien-Miniermotte
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Rosskastanien-Miniermotte

Die Miniermotte schwächt zwar die Bäume, führt aber nicht zu deren Absterben.

nnn.de von
18. August 2018, 16:00 Uhr

Die meisten Rosskastanien stehen bereits mit braunem Laub da und werfen ihre Blätter ab. Die Bäume sind von der Miniermotte befallen. „Mehr als ein optischer Schaden ist das nicht“, sagte der Vorsitzende der Entomologischen Arbeitsgemeinschaft des Naturschutzbundes in Mecklenburg-Vorpommern, Holger Ringel, gestern. Befallen werden nur die weiß blühenden Rosskastanien, nicht die rot blühenden.

Die Miniermotte schwäche zwar die Bäume, führe aber nicht zu deren Absterben, erläuterte der Greifswalder Biologe. Allerdings könnten die Bäume durch den frühzeitigen Blattabwurf weniger Speicherstoffe produzieren und für den Winter einlagern.

Bekämpfen könne man die etwa drei Millimeter große Miniermotte nicht, sagte Ringel. Der Baum sei wirtschaftlich auch nicht bedeutsam, außerdem sei er keine heimische Art. Die Miniermotte hat sich seit den 1980er Jahren aus Mazedonien kommend in ganz Europa verbreitet. Sie sei vermutlich nicht auszurotten.

Der Leiter der Landeswaldschutzmeldestelle, Mathis Jansen, sagte, die Motte versetze den Kastanien nicht den Todesstoß. Sie schwäche aber die Gesundheit der Bäume und mache sie anfälliger für Pilze und Bakterien.

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