Drei Verletzte in JVA Köln : Vergewaltiger von Camperin soll Brand in Zelle gelegt haben

Wachtürme und Sicherheitskameras sind auf der Mauer der Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf zu sehen.
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Wachtürme und Sicherheitskameras sind auf der Mauer der Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf zu sehen.

Brand hinter Gefängnismauern. Ein 32-Jähriger, der wegen der Vergewaltigung einer Camperin verurteilt wurde, soll für das Feuer verantwortlich sein.

nnn.de von
14. Februar 2018, 18:24 Uhr

Der verurteilte Vergewaltiger einer jungen Camperin soll in seiner Gefängniszelle einen Brand verursacht haben. Der 31-Jährige wurde bei dem Feuer in der Kölner Justizvollzugsanstalt (JVA) in der Nacht zum Mittwoch schwer verletzt.

Er liege im Krankenhaus und sei nicht vernehmungsfähig, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft. Ein weiterer Insasse und ein Mitarbeiter der JVA hätten Rauchgasvergiftungen erlitten.

Gegen den 31-Jährigen werde wegen vollendeter Brandstiftung ermittelt. Ob der Häftling absichtlich oder fahrlässig gehandelt habe, sei noch unklar. Zum Zeitpunkt des Feuers war er vermutlich allein in der Einzelzelle. Ein Brandexperte soll die Ursache des Feuers klären.

Der stellvertretende Leiter der JVA Köln, Wolfgang Schriever, sagte der Deutschen Presse-Agentur, der 31-Jährige habe bereits nach Haftantritt versucht, einen Brand zu verursachen. Laut Staatsanwaltschaft war Mitarbeitern ein Brandfleck in seiner Zelle aufgefallen. Der Inhaftierte habe sich mit Tritten und Schlägen gegen die Beamten gewehrt, die ihm sein Feuerzeug abnehmen wollten.

Der Häftling - ein abgelehnter Asylbewerber aus Ghana - war im Oktober vom Landgericht Bonn wegen besonders schwerer Vergewaltigung und räuberischer Erpressung zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte demnach ein junges Paar beim Campen in der Siegaue bei Bonn überfallen und die damals 23-Jährige vergewaltigt. Er bestritt die Tat und legte später Revision ein.

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