Sonderparteitag in Böblingen : Alice Weidel zur Landesvorsitzenden der AfD in Baden-Württemberg gewählt

Alice Weide nach ihrer Wahl zur Landesvorsitzenden der AfD Baden-Württemberg.
Alice Weide nach ihrer Wahl zur Landesvorsitzenden der AfD Baden-Württemberg.

Alice Weidel führt nun den zerstrittenen Südwest-Landesverband. Ursprünglich sollte es ein Führungsduo geben.

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15. Februar 2020, 16:07 Uhr

Die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, ist zur neuen Landesvorsitzenden der AfD in Baden-Württemberg gewählt worden. Auf einem Sonderparteitag in Böblingen erhielt Weidel am Samstag 54 Prozent der Stimmen. 547 der anwesenden Mitglieder votierten für sie, 419 (41,36 Prozent) für ihren Kontrahenten, den bisherigen Landesvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Dirk Spaniel. Der alte Vorstand war kurz vor dem Parteitag geschlossen zurückgetreten. Mehrere Kreisverbände hatten auf den Sonderparteitag gedrängt, um ein neues Gremium zu wählen und die Führungskrise zu lösen. Der Landesvorstand war zuvor ein Jahr lang geführt worden von einer Doppelspitze aus Spaniel und Fraktionschef Bernd Gögel. Zwischen den beiden Männern tobte ein lähmender Machtkampf.

"Die Zeit der innerparteilichen Grabenkämpfe muss vorbei sein"

Gögel hatte angekündigt, nicht erneut kandidieren zu wollen. Weidel wollte mit dem Bundestagsabgeordneten Martin Hess eigentlich eine Doppelspitze bilden, um den Landesverband nach eigener Aussage wieder handlungsfähig zu machen. "Die Zeit der innerparteilichen Grabenkämpfe muss vorbei sein", hatte sie vor wenigen Tagen gesagt. Die Mitglieder entschieden aber am Samstag vor der Wahl Weidels, dass es künftig keine Doppelspitze mehr geben soll, sondern nur noch eine Person an der Spitze des Landesverbands.

Gegen das zweitägige Treffen der Rechtspopulisten demonstrierten zum Auftakt am Samstag mehrere Hundert Menschen vor der Böblinger Kongresshalle.

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