Daphne Caruana Galizia : Ermordete Journalistin: Zahlte Maltas Ex-Minister Geld an ihren Killer?

Die Journalistin Daphne Caruana Galizia starb im Oktober 2017.
Die Journalistin Daphne Caruana Galizia starb im Oktober 2017.

Nach dem Mord an einer Journalistin auf Malta vor drei Jahren steht nun Ex-Wirtschaftsminister Chris Cardona im Fokus.

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01. Juni 2020, 21:39 Uhr

Valletta | Im Fall der in Malta ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia soll ein ehemaliger Minister einem Killer nach Angaben eines Zeugen 350.000 Euro gezahlt haben. Eine entsprechende Aussage machte ein Mittelsmann des Mordes am Montag bei Gericht. Der Zeuge behauptete, dieses Geld sei von Ex-Wirtschaftsminister Chris Cardona gekommen.

Der Politiker dagegen sagte der Zeitung "Times of Malta", dass die Aussage erlogen sei. Ein Geschäftsmann, dem die Mitschuld an dem Anschlag vorgeworfen wird, soll ebenfalls für den Auftragsmord gezahlt haben.

Attentat per Autobombe

Daphne Caruana Galizia, eine Bloggerin, die über Politik und Korruption schrieb, war im Oktober 2017 mit einer Autobombe in die Luft gesprengt worden. Drei Männer werden beschuldigt, das Attentat durchgeführt zu haben. Der Geschäftsmann Yorgen Fenech, der gute Kontakte in die damalige Regierung hatte, ist seit Dezember als Drahtzieher angeklagt. Die Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück. Dem Zeugen soll für Aussagen Straferlass versprochen worden sein.

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Vor dem Hintergrund des Falls wurde die Regierung ausgetauscht und Malta bekam Anfang 2020 einen neuen Premier.

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