Kurz vor der Eskalation : Dunja Hayali muss Dreharbeiten bei Rechtsrock-Festival abbrechen

ZDF-Journalistin Dunja Hayali ist beim Rechtsrock-Festival im südthüringischen Themar in eine brenzlige Situation geraten.
ZDF-Journalistin Dunja Hayali ist beim Rechtsrock-Festival im südthüringischen Themar in eine brenzlige Situation geraten.

Die Dreharbeiten mussten abgebrochen werden, weil die Situation zu eskalieren drohte.

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11. Juli 2019, 18:37 Uhr

Mainz/Themar | ZDF-Journalistin Dunja Hayali ist beim Rechtsrock-Festival im südthüringischen Themar in eine brenzlige Situation geraten. Hayali (45) hatte das Festival am Samstag zusammen mit einem Kamerateam für Recherchen besucht. Am Mittwochabend berichtete sie darüber in ihrer Sendung "dunja hayali" zum Thema "Rechtsextreme Gefahr und Zivilcourage".

"Wir sind Skinheads für alle Zeit"

In Themar hatte sie ein Konzert einer der Rechtsrock-Gruppen besucht. Dort seien auch Lieder gespielt worden, die anders als vorgeschrieben nicht vorher eingereicht worden seien, erklärt die Reporterin in ihrem Beitrag. "Wir sind Skinheads für alle Zeit", ist der Sänger zu hören. "Kurz darauf greift die Polizei ein", berichtet Hayali. Aus Sicherheitsgründen habe die Polizei sie gebeten, aus dem Zelt zu gehen.

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"Dunja Hayali hat das Konzert verlassen, als die Polizei sich entschieden hatte, den Auftritt einer Band wegen nicht abgesprochener Lieder abzubrechen", erklärte das ZDF am Donnerstag. Die Polizei habe eine mögliche Eskalation befürchtet und dem ZDF-Team mit Dunja Hayali deshalb empfohlen, nicht zu bleiben. Das Team sei dem nachgekommen, weil Sicherheit Priorität habe.

Bei den Recherchen in Themar wurde Hayali nach ZDF-Angaben auf dem Konzertgelände außerhalb des abgesperrten Bereiches von drei privaten Sicherheitsleuten begleitet. "Traurig und eigentlich erschreckend, dass Journalisten in Deutschland überhaupt Security brauchen, wenn wir unserem Job nachgehen", sagte Hayali dazu.

45 Strafanzeigen bei Konzert

Bei dem Rechtsrock-Festival hat die Polizei insgesamt 45 Strafanzeigen aufgenommen. Überwiegend ging es dabei nach Angaben eines Sprechers um das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Rechtsextreme, die etwa verbotene Zeichen tätowiert hatten, mussten diese während des Festivals abkleben. Am Samstag waren nach Polizeiangaben über den Tag verteilt rund 920 Besucher gekommen.

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