Bundesweite Initiative : Kommt jetzt das Rauchverbot im Auto?

Mehrere Bundesländer setzen sich für ein Rauchverbot im Auto ein, wenn Kinder mitfahren. Symbolfoto
Mehrere Bundesländer setzen sich für ein Rauchverbot im Auto ein, wenn Kinder mitfahren. Symbolfoto

Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wollen Kinder vorm Passivrauchen bewahren – mit einem Rauchverbot im Auto.

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11. September 2019, 16:06 Uhr

Hannover | Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben einen Vorstoß für ein Rauchverbot in Autos gestartet, wenn Kinder und Schwangere mitfahren. "Rauchen in Autos, in denen Kinder oder Schwangere sitzen, muss verboten werden", sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Mittwoch in Hannover.

"Kinder dürfen nicht zu Passivrauchern werden"

"Wir haben zusammen mit Nordrhein-Westfalen eine entsprechende Bundesratsinitiative gestartet, das Landeskabinett hat in seiner letzten Sitzung zugestimmt: Der Bund soll im Nichtraucherschutzgesetz dafür sorgen, dass mitfahrende Kinder geschützt werden - sie dürfen nicht zu Passivrauchern werden."

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"Wir fordern eine entsprechende gesetzliche Vorgabe und ich hoffe, dass sich weitere Länder dieser Forderung anschließen", sagte Reimann. Bremen hatte im April bereits seine Zustimmung für ein entsprechendes Verbot signalisiert. Der nun erarbeitete Gesetzentwurf sehe Strafen von bis zu 3000 Euro vor, berichtete die "Hannoversche Allgemeine Zeitung".

Schadstoffkonzentration im Auto besonders hoch

Bereits im vergangenen Herbst hatten die Gesundheitsminister sich für ein entsprechendes Verbot eingesetzt und dabei Unterstützung von der Bundesärztekammer bekommen. Mit einem Verbot würden Ungeborene und Kinder besser vor den schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden durch Passivrauchen geschützt, hieß es. Staaten wie Großbritannien, Italien, Griechenland oder Frankreich, Südafrika und Australien haben bereits Rauchverbote in Autos eingeführt, wenn Minderjährige mitfahren. "Kinder können sich dem schädlichen Qualm in Fahrzeugen nicht entziehen, die Gefahr gesundheitlicher Schädigungen ist insbesondere bei ihnen und auch bei Schwangeren besonders hoch", erklärte Reimann. Nach Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums sei die Schadstoffkonzentration in verrauchten Autos fünf Mal so hoch wie in einer durchschnittlich verrauchten Bar. Deshalb solle kein Erwachsener in einem Fahrzeug rauchen, in dem auch Kinder oder Schwangere sitzen.

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